Yamaha TT-S303 Test: Klassischer Plattenspieler mit Phono-Vorverstärker

Yamaha TT-S303 HiFi-Plattenspieler mit geöffnetem Staubschutzdeckel, geradem Tonarm und schwarzer Hochglanz-Zarge im Test.

Vinyl benötigt keine App, kein Benutzerkonto und kein Software-Update. Dafür verlangt eine Schallplatte ein wenig Aufmerksamkeit: Platte auflegen, Drehzahl wählen, Tonarm positionieren und die Nadel vorsichtig absenken. Genau dieses klassische Bedienkonzept verfolgt der Yamaha TT-S303.

Im Yamaha TT-S303 Test schaue ich mir einen manuellen HiFi-Plattenspieler an, der traditionelle Plattenspielertechnik mit einem praktischen Ausstattungsmerkmal kombiniert. Dank des integrierten und abschaltbaren Phono-Vorverstärkers lässt sich der TT-S303 sowohl an einen klassischen Phono-Eingang als auch an einen normalen Line- beziehungsweise AUX-Eingang anschließen. Yamaha setzt außerdem auf einen Riemenantrieb, einen Plattenteller aus Aluminiumdruckguss und einen geraden Tonarm.

Damit richtet sich der Plattenspieler nicht ausschließlich an Vinyl-Einsteiger. Auch Besitzer einer klassischen Yamaha-HiFi-Anlage dürften sich angesprochen fühlen, denn das zurückhaltende Design passt optisch gut zu herkömmlichen Verstärkern, Receivern und CD-Playern.

Yamaha TT-S303 Test: Konzept und Ausstattung

Der Yamaha TT-S303 ist ein manueller Plattenspieler. Das bedeutet, dass ich den Tonarm selbst über der Schallplatte positioniere und anschließend mit dem Tonarmlift absenke. Am Ende der Plattenseite hebt sich der Arm nicht automatisch an und fährt auch nicht selbstständig zur Tonarmablage zurück. Wer eine komfortable Vollautomatik sucht, muss sich deshalb anderweitig orientieren.

Für mich gehört diese manuelle Bedienung allerdings durchaus zum Vinyl-Erlebnis. Sie sorgt dafür, dass ich mich bewusster mit dem Tonträger beschäftige. Gleichzeitig hält Yamaha die grundlegende Bedienung einfach: Auf der Vorderseite befinden sich Tasten für die Auswahl zwischen 33 1/3 und 45 Umdrehungen pro Minute sowie für das Starten und Stoppen des Plattentellers.

78-U/min-Schallplatten unterstützt der TT-S303 nicht. Für reguläre Langspielplatten und Singles sind die beiden vorhandenen Geschwindigkeiten jedoch ausreichend.

Design und Verarbeitung

Klassisches Yamaha-HiFi-Design

Optisch präsentiert sich der Yamaha TT-S303 angenehm unaufgeregt. Die rechteckige, schwarze Zarge, der geradlinige Tonarm und die übersichtlich angeordneten Bedienelemente vermitteln einen klassischen HiFi-Eindruck. Auffällige Zierelemente oder betont retroartige Details sucht man vergeblich.

Mir gefällt diese Zurückhaltung, denn der Plattenspieler drängt sich nicht in den Vordergrund. Vielmehr fügt er sich problemlos in eine bestehende Anlage ein. Yamaha selbst hat den TT-S303 passend zur Ästhetik klassischer HiFi-Komponenten entworfen.

Das glänzend ausgeführte Holzgehäuse soll neben seiner optischen Wirkung eine hohe Steifigkeit und eine wirksame Schwingungsdämpfung bieten. Zusätzlich verwendet Yamaha isolierende Gerätefüße, die Stöße und Vibrationen reduzieren sollen. Das ist bei einem Plattenspieler besonders wichtig, da mechanische Schwingungen über Tonarm und Tonabnehmer als Störgeräusche hörbar werden können.

Abmessungen und Gewicht

Mit einer Breite von 450 Millimetern orientiert sich der Yamaha TT-S303 am üblichen HiFi-Komponentenformat. Seine vollständigen Abmessungen betragen 450 × 136 × 368 Millimeter. Das Gewicht liegt bei 4,8 Kilogramm.

Damit ist der Plattenspieler weder besonders kompakt noch ungewöhnlich schwer. Für die Aufstellung sollte ich dennoch genügend Platz einplanen, da die Staubschutzhaube nach oben geöffnet wird. Außerdem braucht ein Plattenspieler eine stabile, waagerechte und möglichst vibrationsfreie Stellfläche.

Insbesondere die Position direkt neben einem Subwoofer oder unmittelbar vor einem kräftigen Standlautsprecher halte ich für ungünstig. Auch Yamaha empfiehlt ausdrücklich, den TT-S303 ausreichend weit von den Lautsprechern entfernt aufzustellen, damit Schall- und Körperschall die Wiedergabe nicht beeinträchtigen.

Lieferumfang und Montage

Zum Lieferumfang gehören der Plattenteller samt bereits aufgelegtem Antriebsriemen, eine Plattentellerauflage, das Gegengewicht, eine Headshell mit vormontiertem Tonabnehmer, ein Adapter für 45-U/min-Singles, die Staubschutzhaube mit Scharnieren, ein Stereo-Cinchkabel und das Netzteil.

Der Yamaha TT-S303 kommt somit weitgehend vollständig ausgestattet, muss vor der ersten Wiedergabe jedoch montiert und eingestellt werden. Dafür setze ich zunächst den Plattenteller auf die Achse und ziehe den Riemen durch eine Öffnung im Teller über die Antriebsrolle. Anschließend werden Tellerauflage, Gegengewicht und Headshell montiert. Die Staubschutzhaube wird über zwei separate Scharniere eingesetzt.

Tonarm ausbalancieren

Der wichtigste Schritt ist das Ausbalancieren des Tonarms. Zunächst wird das Antiskating auf null gestellt. Danach drehe ich das Gegengewicht so lange, bis der Tonarm frei und möglichst waagerecht schwebt. Anschließend stelle ich den Skalenring auf null und drehe das gesamte Gegengewicht auf die vorgeschriebene Auflagekraft.

Für den mitgelieferten MM-Tonabnehmer gibt Yamaha eine Auflagekraft von 3,5 Gramm an. Danach wird auch das Antiskating auf denselben Wert eingestellt.

Diese Einrichtung benötigt etwas mehr Zeit als bei einem vollständig vormontierten Plug-and-play-Plattenspieler. Ich halte sie dennoch für sinnvoll, denn dabei lerne ich unmittelbar die wichtigsten Einstellungen eines klassischen Tonarms kennen. Die Bedienungsanleitung erklärt den Vorgang außerdem Schritt für Schritt und mit verständlichen Zeichnungen.

Riemenantrieb und Aluminium-Plattenteller

Der Yamaha TT-S303 arbeitet mit einem Riemenantrieb. Dabei überträgt ein elastischer Riemen die Bewegung des Gleichstrommotors auf den Plattenteller. Im Vergleich zu einem Direktantrieb kann diese Konstruktion Motorschwingungen mechanisch vom Plattenteller entkoppeln.

Der Teller besteht aus Aluminiumdruckguss und besitzt einen Durchmesser von 30 Zentimetern. Yamaha nennt eine Drehzahlabweichung von ±2 Prozent sowie Gleichlaufschwankungen von 0,2 Prozent.

Diese Daten ordnen den TT-S303 klar als alltagstauglichen HiFi-Plattenspieler und nicht als kompromissloses High-End-Laufwerk ein. Für seine Zielgruppe erscheint die Konstruktion jedoch schlüssig: Der Plattenteller besitzt ein ausgewachsenes Format, während der Riemenantrieb auf einen ruhigen und unkomplizierten Betrieb ausgelegt ist.

Die Drehzahl wird elektronisch über eine Taste auf der Vorderseite ausgewählt. Ein manuelles Umlegen des Riemens ist deshalb beim Wechsel zwischen LP und Single nicht erforderlich. Das empfinde ich im Alltag als deutlichen Komfortgewinn.

Gerader Tonarm mit wechselbarer Headshell

Yamaha verwendet einen geraden, statisch ausbalancierten Tonarm mit einer effektiven Länge von 223,5 Millimetern. Der Überhang beträgt 19 Millimeter, während sich die Auflagekraft in einem Bereich von null bis vier Gramm einstellen lässt.

Die Headshell wird mit einer Überwurfmutter am Tonarm befestigt und kann daher abgenommen werden. Das erleichtert grundsätzlich den Austausch des Tonabnehmers. Yamaha gibt für Tonabnehmer und Headshell zusammen einen zulässigen Gewichtsbereich von 15,5 bis 19 Gramm an. Bei einem späteren Wechsel muss das neue System folglich zu diesem Bereich und zur Tonarmgeometrie passen.

Ich sehe darin einen Vorteil gegenüber Plattenspielern mit fest installiertem Tonabnehmer. Einsteiger können zunächst das mitgelieferte System verwenden und später Erfahrungen mit einem alternativen MM-Tonabnehmer sammeln.

Mitgelieferter MM-Tonabnehmer

Ab Werk wird ein MM-Tonabnehmer mitgeliefert. Seine Ausgangsspannung liegt laut Yamaha bei 2,5 Millivolt, die empfohlene Auflagekraft bei 3,5 ± 0,5 Gramm. Als Ersatznadel nennt die Bedienungsanleitung die Audio-Technica ATN3600L.

Die vergleichsweise hohe Auflagekraft deutet auf eine robuste und gutmütige Abstimmung hin. Das passt zum Konzept eines unkomplizierten Plattenspielers für den täglichen Einsatz. Wer später mehr Feinauflösung oder eine individuellere Klangabstimmung sucht, kann sich mit einem kompatiblen Tonabnehmer-Upgrade beschäftigen.

Integrierter Phono-Vorverstärker

Anschluss an AUX- und Line-Eingänge

Einer der größten Vorteile im Yamaha TT-S303 Test ist der integrierte Phono-Vorverstärker. Das schwache Signal eines MM-Tonabnehmers muss verstärkt und nach der RIAA-Kennlinie entzerrt werden, bevor es an einem normalen Line-Eingang verwendet werden kann.

Steht der rückseitige Schalter auf PHONO EQ ON, übernimmt diese Aufgabe die Elektronik im TT-S303. Dadurch kann der Plattenspieler an einen AUX-, CD- oder anderen analogen Hochpegeleingang eines Verstärkers angeschlossen werden. Yamaha nennt außerdem die direkte Verbindung mit geeigneten Aktivlautsprechern als mögliche Anwendung.

Für Einsteiger ist das ausgesprochen praktisch. Ein separater Phono-Vorverstärker wird zunächst nicht benötigt, und auch Verstärker ohne Phono-Eingang lassen sich verwenden.

Verwendung einer externen Phono-Stufe

Besitzt der Verstärker bereits einen Phono-MM-Eingang, wird der Schalter auf THRU gestellt. Der interne Vorverstärker ist dann deaktiviert und das unverstärkte Tonabnehmersignal wird direkt ausgegeben.

Diese Umschaltmöglichkeit macht den Yamaha TT-S303 flexibel. Ich kann zunächst die interne Lösung verwenden und später einen höherwertigen externen Phono-Vorverstärker ergänzen. Ebenso lässt sich die Phono-Stufe eines vorhandenen Vollverstärkers nutzen.

Wichtig ist lediglich, den Schalter korrekt einzustellen. Wird das bereits vorverstärkte Line-Signal versehentlich an einen Phono-Eingang geschickt, fällt das Ergebnis viel zu laut und verzerrt aus. Wird dagegen das unverstärkte Phono-Signal an einen AUX-Eingang angeschlossen, bleibt die Lautstärke extrem niedrig.

Anschlüsse und fehlende Digitalfunktionen

Auf der Rückseite befinden sich ein Stereo-Cinch-Ausgang, der Schalter für den Phono-Vorverstärker, der Anschluss für das externe Netzteil und der Netzschalter. Das benötigte Cinchkabel gehört zum Lieferumfang.

USB, Bluetooth, WLAN oder eine interne Digitalisierungsfunktion sind nicht vorgesehen. In den technischen Daten ist ausschließlich ein analoger Cinch-Ausgang aufgeführt.

Yamaha TT-S303 Rückseite mit Phono-EQ-Schalter, Cinch-Ausgang, Netzanschluss und Staubschutzhaube.
Rückseite des Yamaha TT-S303 mit Phono-EQ-Schalter, Cinch-Ausgang, Netzanschluss und vibrationsdämpfenden Standfüßen.

Ich empfinde das nicht grundsätzlich als Nachteil, denn der TT-S303 versteht sich als klassischer Bestandteil einer HiFi-Anlage. Wer seine Platten jedoch direkt am Computer digitalisieren oder kabellos an Bluetooth-Lautsprecher übertragen möchte, benötigt zusätzliche Hardware.

Ein fest integriertes Cinchkabel verwendet Yamaha erfreulicherweise nicht. Dadurch kann ein beschädigtes Kabel problemlos ersetzt werden. Ebenso bleibt die Möglichkeit erhalten, ein Kabel in einer passenden Länge zu verwenden.

Yamaha TT-S303 Test – Bedienung im Alltag

Nach der Einrichtung ist die tägliche Bedienung unkompliziert. Ich lege die Schallplatte auf, wähle die richtige Geschwindigkeit und starte den Plattenteller über die Play/Stop-Taste. Anschließend entriegele ich den Tonarm, hebe ihn mit dem Lift an, positioniere ihn über der Einlaufrille und senke ihn langsam ab.

Der Tonarmlift ist dabei ein wichtiges Detail. Er verhindert, dass die Nadel unkontrolliert auf die Platte fällt. Gleichzeitig kann ich die Wiedergabe unterbrechen, indem ich den Arm anhebe, ohne seine horizontale Position zu verändern.

Am Ende einer Plattenseite ist Handarbeit gefragt. Der Tonarm bleibt in der Auslaufrille und muss angehoben sowie zur Ablage zurückgeführt werden. Erst danach stoppe ich den Teller. Diese fehlende Endabschaltung dürfte für einige Nutzer der größte Nachteil des TT-S303 sein.

Auch der Netzschalter auf der Rückseite ist nicht ideal erreichbar. Die wichtigsten Bedienelemente für Drehzahl und Tellerstart sitzen dagegen gut zugänglich an der Vorderseite.

Klangliche Einordnung des Yamaha TT-S303

Technische Daten allein erlauben keine abschließende Klangbewertung. Das tatsächliche Ergebnis hängt stark von Tonabnehmer, Phono-Stufe, Verstärker, Lautsprechern, Aufstellung und Zustand der Schallplatte ab. Dennoch lässt sich das klangliche Potenzial anhand des konstruktiven Konzepts einordnen.

Der Riemenantrieb, der Aluminiumteller, das steife Gehäuse und die entkoppelnden Füße verfolgen ein klares Ziel: Störende Vibrationen sollen möglichst wenig Einfluss auf die Abtastung nehmen. Yamaha beschreibt den geraden Tonarm als Grundlage für ein transparentes und offenes Klangbild.

Vom serienmäßigen MM-System erwarte ich vor allem eine unkomplizierte, stabile und eher gutmütige Wiedergabe. Im Mittelpunkt stehen weniger extreme Feinzeichnung und analytische Detailarbeit als vielmehr ein ausgewogenes Hörerlebnis, das auch bei nicht perfekten Alltagsplatten funktionieren soll.

Interner oder externer Phono-Vorverstärker?

Der interne Phono-Vorverstärker ist in erster Linie eine Komfortlösung. Er erleichtert den Einstieg und verhindert zusätzliche Kosten. Wer jedoch bereits einen hochwertigen Phono-MM-Eingang oder einen guten externen Vorverstärker besitzt, sollte beide Varianten miteinander vergleichen.

Eine externe Phono-Stufe kann – abhängig vom jeweiligen Modell – mehr räumliche Differenzierung, einen ruhigeren Hintergrund oder eine präzisere Bassdarstellung ermöglichen. Das ist jedoch keine automatische Garantie. Ein einfacher externer Vorverstärker muss nicht besser klingen als die integrierte Yamaha-Lösung.

Ich würde daher zunächst mit dem internen Phono-EQ beginnen. Erst wenn der restliche Aufbau ausreichend hochwertig ist und der Wunsch nach einem gezielten Upgrade entsteht, lohnt sich die Investition in eine separate Phono-Stufe.

Aufstellung und Schutz vor Rückkopplungen

Ein Plattenspieler ist ein mechanisches Wiedergabegerät. Deshalb beeinflusst die Aufstellung das Ergebnis stärker als bei vielen digitalen Komponenten.

Ich würde den Yamaha TT-S303 auf einem stabilen Möbel platzieren und darauf achten, dass er exakt waagerecht steht. Bei schwingenden Holzböden kann eine Wandhalterung sinnvoll sein. Außerdem sollte möglichst viel Abstand zu Lautsprechern und besonders zu Subwoofern bestehen.

Yamaha TT-S303 Plattenspieler in einer HiFi-Anlage mit Yamaha-Verstärker, CD-Player und zwei Lautsprechern.
Yamaha TT-S303 im HiFi-Setup mit Yamaha-Verstärker, CD-Player und Stereo-Lautsprechern.

Kommt es zu Rückkopplungen, Brummen, Sprüngen oder Verzerrungen, nennt Yamaha unter anderem folgende mögliche Ursachen:

  • falsche Auflagekraft,
  • verschmutzte oder abgenutzte Nadel,
  • statisch aufgeladene beziehungsweise verschmutzte Schallplatten,
  • ein lockerer Headshell-Anschluss,
  • eine nicht waagerechte oder vibrationsanfällige Aufstellung,
  • zu geringer Abstand zwischen Plattenspieler und Lautsprechern.

Gerade bei Problemen mit springenden Platten würde ich daher nicht sofort den Plattenspieler verantwortlich machen. Zunächst sollten Auflagekraft, Antiskating, Nadelzustand und Aufstellung überprüft werden.

Technische Daten des Yamaha TT-S303

  • Antrieb: Riemenantrieb
  • Motor: Gleichstrommotor
  • Geschwindigkeiten: 33 1/3 und 45 U/min
  • Drehzahlabweichung: ±2 Prozent
  • Gleichlaufschwankungen: 0,2 Prozent
  • Plattenteller: Aluminiumdruckguss, 30 cm Durchmesser
  • Tonarm: gerader, statisch ausbalancierter Tonarm
  • Effektive Tonarmlänge: 223,5 mm
  • Überhang: 19 mm
  • Einstellbare Auflagekraft: 0 bis 4 g
  • Zulässiges Tonabnehmergewicht: 15,5 bis 19 g inklusive Headshell
  • Mitgelieferter Tonabnehmer: MM-System
  • Ausgangsspannung des Tonabnehmers: 2,5 mV
  • Empfohlene Auflagekraft: 3,5 ± 0,5 g
  • Ausgangspegel mit Phono-EQ: 140 mV
  • Signal-Rausch-Abstand: mindestens 67 dB
  • Ausgang: Stereo-Cinch
  • Leistungsaufnahme: 1,5 Watt
  • Leistungsaufnahme ausgeschaltet: 0,1 Watt
  • Abmessungen: 450 × 136 × 368 mm
  • Gewicht: 4,8 kg

Für wen eignet sich der Yamaha TT-S303?

Der TT-S303 eignet sich besonders für Hörer, die einen klassischen Plattenspieler in eine bestehende Stereoanlage integrieren möchten. Durch den umschaltbaren Ausgang funktioniert er sowohl mit modernen Verstärkern ohne Phono-Eingang als auch mit traditionellen HiFi-Verstärkern, die bereits eine eigene Phono-MM-Stufe besitzen.

Auch für Vinyl-Einsteiger ist das Modell interessant. Der Plattenspieler verlangt zwar eine korrekte Grundeinstellung, vermittelt dabei jedoch die wesentlichen Prinzipien eines klassischen Tonarms. Gleichzeitig sind Tonabnehmer, Headshell, Cinchkabel und Staubschutzhaube bereits enthalten.

Weniger passend ist der Yamaha für Nutzer, die eine Vollautomatik, eine automatische Endabschaltung, Bluetooth oder einen USB-Ausgang erwarten. Auch DJs sollten zu einem dafür ausgelegten Direktantrieb mit Pitch-Regelung und robusterem Bedienkonzept greifen.

Yamaha TT-S303 Test – Stärken und Schwächen

Zu den wesentlichen Stärken gehören für mich der umschaltbare Phono-Vorverstärker, der Aluminium-Plattenteller, die wechselbare Headshell und das zeitlose HiFi-Design. Ebenso positiv bewerte ich, dass der Plattenspieler nicht auf eine einzige Anschlussart festgelegt ist und sich später durch einen anderen Tonabnehmer oder eine externe Phono-Stufe erweitern lässt.

Kritikpunkte sind die vollständig manuelle Bedienung, die fehlende Endabschaltung und der rückseitige Netzschalter. Darüber hinaus bietet der TT-S303 keinerlei digitale Komfortfunktionen. Die recht hohe empfohlene Auflagekraft des serienmäßigen Systems zeigt außerdem, dass Yamaha zunächst auf Robustheit und Alltagstauglichkeit statt auf eine besonders ambitionierte High-End-Abtastung setzt.

Fazit zum Yamaha TT-S303 Test

Der Yamaha TT-S303 Test zeigt einen schnörkellosen HiFi-Plattenspieler, der klassische Vinyl-Wiedergabe mit moderner Anschlussflexibilität verbindet. Sein umschaltbarer Phono-Vorverstärker ist das zentrale Ausstattungsmerkmal: Er ermöglicht den Betrieb an einem normalen AUX-Eingang, lässt sich für einen Phono-MM-Eingang oder eine externe Phono-Stufe aber vollständig umgehen.

Riemenantrieb, Aluminium-Plattenteller, gerader Tonarm und wechselbare Headshell bilden eine solide technische Grundlage. Gleichzeitig bleibt das Bedienkonzept bewusst traditionell. Der Tonarm wird von Hand aufgesetzt und nach der Wiedergabe wieder zurückgeführt. Eine automatische Endabschaltung gibt es nicht.

Mir gefällt vor allem, dass der Yamaha TT-S303 einen unkomplizierten Einstieg erlaubt, ohne spätere Upgrades auszuschließen. Wer einen unauffällig gestalteten Plattenspieler für eine klassische Stereoanlage sucht und auf Bluetooth, USB sowie Automatikfunktionen verzichten kann, findet hier ein schlüssiges Gesamtpaket.

Herstellerlink: TT-S303 – Übersicht – HiFi-Komponenten – Produkte – Home Audio – Audio – Yamaha – Deutschland

FAQ zum Yamaha TT-S303

Besitzt der Yamaha TT-S303 einen integrierten Phono-Vorverstärker?

Ja. Der integrierte Phono-EQ kann eingeschaltet werden, wenn der Plattenspieler an einem AUX- oder Line-Eingang betrieben wird. Für einen Phono-MM-Eingang lässt sich die interne Stufe über die Stellung „THRU“ deaktivieren.

Kann ich den Yamaha TT-S303 an Aktivlautsprecher anschließen?

Das ist möglich, sofern die Aktivlautsprecher einen analogen Line-Eingang und eine eigene Lautstärkeregelung besitzen. Der Phono-EQ-Schalter muss dabei auf „ON“ stehen.

Ist der Yamaha TT-S303 vollautomatisch?

Nein. Der Tonarm muss manuell positioniert und nach dem Ende der Plattenseite zurückgeführt werden. Er hebt sich am Ende nicht automatisch an.

Welche Geschwindigkeiten unterstützt der Plattenspieler?

Der TT-S303 spielt Schallplatten mit 33 1/3 und 45 Umdrehungen pro Minute ab. Eine Wiedergabe mit 78 U/min wird nicht unterstützt.

Welche Ersatznadel benötigt der Yamaha TT-S303?

Yamaha nennt in der Bedienungsanleitung die Audio-Technica ATN3600L als passende Ersatznadel für das mitgelieferte Tonabnehmersystem.

Kann der Tonabnehmer ausgetauscht werden?

Grundsätzlich ja. Die Headshell ist abnehmbar, und Yamaha erlaubt ein Gesamtgewicht von 15,5 bis 19 Gramm für Tonabnehmer und Headshell. Nach einem Wechsel müssen Auflagekraft und Antiskating neu eingestellt werden.

Hat der Yamaha TT-S303 Bluetooth oder USB?

Nein. Der Plattenspieler besitzt einen analogen Stereo-Cinch-Ausgang. Bluetooth- und USB-Funktionen sind in der Ausstattung nicht vorgesehen.

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