PURE Bloom Test: Portables DAB+ Radio mit Bluetooth und Akku

PURE Bloom portables DAB+ Radio mit Bluetooth 5.4, Farbdisplay, Favoritentasten und Tragegriff in Schwarz

PURE Bloom Test: Mit dem PURE Bloom bringt der britische Audiospezialist ein kompaktes Radio auf den Markt, das klassische Radiotechnik mit moderner Bluetooth-Wiedergabe und einem wetterfesten Gehäuse verbindet. DAB+, UKW, Bluetooth 5.4, ein integrierter Akku und ein 10-Watt-Lautsprechersystem sollen das Bloom sowohl für Küche und Schlafzimmer als auch für Terrasse, Garten oder Urlaub interessant machen. Hinzu kommt mit ASA sogar ein automatisches Warnsystem für Notfallmeldungen.

Im PURE Bloom Test schaue ich deshalb genauer darauf, wie sinnvoll diese Kombination aus Retro-Radio und portablem Bluetooth-Lautsprecher tatsächlich ist. Dabei interessiert mich besonders, ob Bedienung, Ausstattung und Audiokonzept zusammenpassen oder ob das hübsche Äußere am Ende stärker ist als die Technik.

Vorab wichtig: Die technische Bewertung dieses Beitrags basiert auf dem aktuellen Hersteller-Datenblatt, der ausführlichen Bedienungsanleitung und der Produktseite von Pure. Klang- und Empfangsmessungen wurden für diesen Beitrag nicht unabhängig im Labor durchgeführt. Entsprechende Klangbewertungen ordne ich daher anhand des Lautsprecherkonzepts und der vorgesehenen Geräteklasse ein.

PURE Bloom Test: Retro-Radio für DAB+, UKW und Bluetooth

Das PURE Bloom ist zunächst einmal kein klassischer HiFi-Tuner, der an einen externen Verstärker angeschlossen wird. Vielmehr handelt es sich um ein komplettes, portables Mono-Radio mit integriertem Lautsprecher. Zur Auswahl stehen DAB/DAB+, UKW mit RDS und Bluetooth. Damit deckt das Gerät praktisch die drei wichtigsten Hörsituationen eines modernen Küchen-, Garten- oder Zweitradios ab.

Pure verlangt aktuell eine UVP von 119,99 Euro für die schwarze Variante. Das Gerät misst 190 × 128 × 75 mm und wiegt rund 1 kg. Der Hersteller bietet das Bloom außerdem unter anderem in Sand und Salbei an.

Für mich positioniert sich das Bloom damit in einer interessanten Nische. Es ist deutlich mehr als ein einfaches Taschenradio, bleibt aber wesentlich kompakter und unkomplizierter als ein Internetradio oder eine kleine HiFi-Anlage.

Design und Verarbeitung: Retro, aber nicht altmodisch

Optisch orientiert sich das PURE Bloom an klassischen tragbaren Radios. Große Lautsprecherfläche, abgerundetes Gehäuse, übersichtlich angeordnete Bedienelemente und der Retro-Look lassen das Gerät bewusst weniger technisch erscheinen als viele moderne Bluetooth-Speaker.

Gerade diese Gestaltung gefällt mir gut, weil Pure nicht versucht, aus dem Bloom eine weitere schwarze Bluetooth-Box mit möglichst wenig sichtbaren Bedienelementen zu machen. Stattdessen soll das Radio auch als Einrichtungsgegenstand funktionieren.

Mit 190 mm Breite und nur 75 mm Tiefe lässt es sich problemlos auf einer Küchenarbeitsplatte, einem Regal oder einem Nachttisch unterbringen. Allerdings empfinde ich die Herstellerbeschreibung „superleicht“ bei einem tatsächlichen Gewicht von 1 kg als etwas großzügig formuliert. Tragbar ist das Bloom zweifellos, ein ultraleichtes Reiseradio ist es dagegen nicht. Die Bedienungsanleitung bestätigt die Abmessungen von 190 × 128 × 75 mm sowie das Gewicht von 1 kg.

IPX5 macht das PURE Bloom interessanter für draußen

Ein echtes Argument für das portable Konzept ist die IPX5-Zertifizierung. Dadurch eignet sich das Radio wesentlich besser für Terrasse, Garten oder Badezimmer als ein gewöhnliches Tischradio. Pure nennt den Einsatz am Pool, im Bad und im Garten ausdrücklich als typische Szenarien. IPX5 sollte allerdings nicht mit vollständiger Wasserdichtigkeit verwechselt werden. Das Gerät ist gegen Wasserstrahlen beziehungsweise kräftige Spritzer geschützt, aber nicht für ein Untertauchen vorgesehen.

Genau diese Auslegung halte ich für sinnvoll. Ein tragbares Radio muss meiner Meinung nach nicht schwimmen können. Viel wichtiger ist, dass ein Regenschauer, Spritzwasser oder der Einsatz in feuchteren Umgebungen nicht sofort zum Problem wird.

Ausstattung des PURE Bloom

Bei der Ausstattung überrascht das kompakte Radio mit einigen Details, die man zunächst nicht unbedingt erwartet.

Technische Daten im Überblick

  • Empfang: DAB/DAB+ und UKW mit RDS
  • DAB-Frequenzbereich: 174–240 MHz
  • UKW-Frequenzbereich: 87,5–108 MHz
  • Bluetooth: Version 5.4
  • Lautsprechersystem: 1 × 2,5-Zoll-Breitbandlautsprecher plus Passivradiator
  • Ausgangsleistung: 10 Watt
  • Audiowiedergabe: Mono
  • Display: 1,47 Zoll TFT-Farbdisplay
  • Auflösung: 320 × 172 Pixel
  • Senderspeicher: 40 × DAB und 40 × UKW
  • Schnellwahltasten: fünf Favoritentasten
  • Equalizer: Dynamic, Comfort, Neutral und Custom
  • Sleep-Timer: ja
  • Wecker: nein
  • ASA-Warnsystem: ja
  • Schutzklasse: IPX5
  • Akku: 7,4 V / 2.500 mAh / 18,5 Wh
  • Laden: USB-C
  • Stromversorgung: 5 V, optimal 1,5 A
  • Abmessungen: 190 × 128 × 75 mm
  • Gewicht: 1 kg

Die zentralen technischen Angaben werden sowohl im Datenblatt als auch in der Bedienungsanleitung bestätigt.

Bedienung: Das PURE Bloom setzt erfreulich stark auf echte Tasten

Einer der Punkte, die mir beim PURE Bloom besonders gefallen, ist das Bedienkonzept. Pure verzichtet darauf, zentrale Funktionen ausschließlich in Menüs oder gar in einer Smartphone-App zu verstecken.

Lautstärke und Menüführung erfolgen über einen Dreh-/Drückregler. Zusätzlich stehen separate Bedienelemente beispielsweise für Bluetooth, Senderwahl und Favoriten bereit. Die Lautstärke wird durch Drehen verändert; ein Druck auf den Regler schaltet bei Radioempfang stumm beziehungsweise hebt die Stummschaltung wieder auf. Im Bluetooth-Betrieb übernimmt derselbe Tastendruck Play/Pause.

Für mich ist das gerade bei einem Radio die richtige Entscheidung. Ein Radio sollte sich auch bedienen lassen, wenn das Smartphone gerade im anderen Zimmer liegt.

Die Ersteinrichtung ist weitgehend selbsterklärend

Nach dem ersten Einschalten wählt man zunächst die gewünschte Sprache. Danach startet das Bloom automatisch einen DAB-Sendersuchlauf. Pure empfiehlt dabei, die Teleskopantenne vollständig auszuziehen. Ein erneuter Suchlauf lässt sich jederzeit über das Einstellungsmenü starten.

PURE Bloom Bedienpanel mit DAB-Farbdisplay, Favoritentasten, Bluetooth-Taste und Lautstärkeregler
Bedienfeld des PURE Bloom: Farbdisplay, fünf Direktwahltasten, Bluetooth-Steuerung und großer Drehregler sorgen für eine übersichtliche Bedienung.

Das ist genau die Art von Einrichtung, die ich mir bei einem Alltagsradio wünsche: einschalten, Sprache auswählen, Sendersuchlauf abwarten und Radio hören. Auch für UKW gibt es einen automatischen Suchlauf. Zusätzlich ist eine manuelle Frequenzabstimmung möglich. Damit bleibt das Bloom erfreulich flexibel, wenn ein schwächerer UKW-Sender nicht automatisch gefunden wird.

PURE Bloom Test – 40 DAB- und 40 UKW-Speicherplätze

Bei den Senderspeichern hat Pure nicht gespart. Das Bloom bietet 40 Speicherplätze für DAB und weitere 40 für UKW. Die beiden Speicherlisten werden getrennt verwaltet. Noch wichtiger finde ich im Alltag jedoch die fünf direkten Favoritentasten. Ein häufig genutzter Radiosender lässt sich dort speichern, indem die entsprechende Taste zwei Sekunden lang gedrückt gehalten wird. Anschließend reicht ein Tastendruck, um den Sender aufzurufen. Weitere Favoriten lassen sich über die komplette Favoritenliste auswählen.

Das ist in meinen Augen wesentlich praktischer, als für jeden Sender durch ein langes Preset-Menü scrollen zu müssen.

PURE Bloom Test – DAB+ und UKW: Klassisches Radio bleibt zentral

Trotz Bluetooth behandelt Pure die Radiofunktion nicht wie ein nebensächliches Extra. Das Bloom besitzt eine Teleskopantenne für DAB und UKW, automatische Suchläufe sowie Senderlisten. Beim ersten Start erfolgt der DAB-Scan automatisch. Anschließend kann man über die Stationstasten die Senderliste öffnen, mit dem Drehregler durch die verfügbaren Programme navigieren und den gewünschten Sender durch Drücken auswählen. Ich halte dieses klassische Konzept gerade für ein portables Radio für überzeugender als eine ausschließlich appbasierte Lösung. Schließlich ist einer der Vorteile von DAB+ gerade, dass weder WLAN noch Smartphone noch Streaming-Abo benötigt werden.

Farbdisplay mit 320 × 172 Pixeln

Informationen stellt das Bloom auf einem 1,47 Zoll großen TFT-Farbdisplay mit 320 × 172 Pixeln dar.

Für ein Gerät dieser Größe halte ich das für ausreichend. Ein großes Touchdisplay würde zwar spektakulärer wirken, hätte aber vermutlich sowohl Stromverbrauch als auch Preis erhöht. Interessant ist zudem die recht umfangreiche Helligkeitssteuerung. Helligkeit, Dimmstufe und Display-Timeout können getrennt für Akku- und Netzbetrieb eingestellt werden. Das gefällt mir insbesondere für den Einsatz im Schlafzimmer. Ein dauerhaft helles Display kann dort erheblich störender sein als die eigentliche Radiowiedergabe. Eine kleine Besonderheit gibt es allerdings: Die Standby-Uhr wird laut Bedienungsanleitung nur angezeigt, wenn das Bloom gerade geladen beziehungsweise mit Strom versorgt wird.

Wer das Gerät primär als Radiowecker verwenden möchte, sollte ohnehin beachten, dass das Datenblatt keine Weckfunktion vorsieht. Ein Sleep-Timer ist dagegen vorhanden.

PURE Bloom Test – Bluetooth 5.4: Das Radio wird zum mobilen Lautsprecher

Mit Bluetooth 5.4 lässt sich das PURE Bloom auch als kabelloser Lautsprecher für Smartphone, Tablet oder Notebook einsetzen. Pure hat dafür sogar eine separate Bluetooth-Taste vorgesehen. Das Pairing ist unkompliziert: Bluetooth-Taste drücken, anschließend „Bloom“ in der Geräteliste des Smartphones auswählen. Durch längeres Drücken der Bluetooth-Taste lässt sich eine bestehende Verbindung wieder trennen. Für mich ist Bluetooth hier keine nette Zugabe, sondern ein entscheidender Bestandteil des Gesamtkonzepts. Denn dadurch wird aus einem DAB+-Radio ein universeller Alltagslautsprecher. Podcasts, Spotify, Internetradio oder die eigene Musikbibliothek können genauso wiedergegeben werden wie klassisches Radio.

Einen AUX-Eingang oder Kopfhörerausgang weist das Datenblatt dagegen nicht aus; als physischer Anschluss ist USB-C angegeben.

Das finde ich etwas schade. Gerade ein Kopfhörerausgang hätte das Gerät als Nachttisch- oder Küchenradio noch vielseitiger gemacht.

Klang des PURE Bloom: 10 Watt und Passivradiator

Beim Lautsprechersystem kombiniert Pure einen 2,5-Zoll-Breitbandtreiber mit einem Passivradiator und einer Ausgangsleistung von 10 Watt. Die Wiedergabe erfolgt allerdings in Mono. Aus HiFi-Perspektive muss man diese Konstruktion richtig einordnen. Das Bloom will keine Stereoanlage ersetzen und verspricht aufgrund seines einzelnen Breitbandlautsprechers auch keine echte räumliche Stereoabbildung. Den Passivradiator halte ich bei einem so kleinen Gehäuse jedoch für eine sinnvolle Ergänzung. Er ermöglicht es, den unteren Frequenzbereich zu unterstützen, ohne dass ein konventionelles Bassreflexrohr viel Platz beansprucht. Für Sprache, Nachrichten, Podcasts und normales Musikhören dürfte die Mono-Auslegung kaum problematisch sein. Bei anspruchsvoller Stereo-Musik fehlt dagegen konstruktionsbedingt die räumliche Breite einer echten Zwei-Lautsprecher-Anlage.

Für mich ist das eine wichtige Unterscheidung: Das PURE Bloom ist ein hochwertig ausgestattetes portables Radio, aber keine Mini-HiFi-Anlage.

Vier Equalizer-Modi bieten überraschend viel Kontrolle

Überraschend umfangreich fällt die Klangregelung aus. Zur Verfügung stehen zunächst die Modi:

Dynamic soll den Bassbereich erweitern und Stimmen sowie Instrumente dynamischer wiedergeben. Comfort ist für entspanntes längeres Hören vorgesehen. Neutral soll möglichst nah am Ausgangsmaterial bleiben. Zusätzlich gibt es einen Custom-Modus.

Beim benutzerdefinierten Equalizer lassen sich Bass, Mitten und Höhen anpassen.

Das werte ich als deutlichen Pluspunkt. Gerade ein portables Radio steht schließlich nicht immer am selben Ort. Im Badezimmer, auf einem Regal direkt vor einer Wand oder frei auf einem Gartentisch kann sich die Basswiedergabe deutlich verändern. Eine einfache Klangkorrektur ist deshalb sinnvoller, als sie bei einem Gerät dieser Klasse zunächst erscheinen mag.

Akku: 16 oder 17 Stunden? Pure nennt unterschiedliche Werte

Beim Akku findet sich eine kleine Unstimmigkeit in den Herstellerangaben, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Die aktuelle Pure-Produktseite spricht von bis zu 16 Stunden Wiedergabezeit mit einer Akkuladung.

Im deutschen Datenblatt werden dagegen an einer Stelle bis zu 17 Stunden genannt. In der technischen Tabelle konkretisiert Pure diesen Wert als 17 Stunden DAB-Wiedergabe nach IEC-Test bei 90 dB SPL in 0,1 m Entfernung. Gleichzeitig taucht auf demselben Datenblatt an anderer Stelle wiederum eine 16-Stunden-Angabe auf.

Daher würde ich für die Praxis schlicht von rund 16 bis 17 Stunden maximaler Hersteller-Akkulaufzeit ausgehen. Tatsächlich hängt die Laufzeit ohnehin von Lautstärke, Displayhelligkeit, Empfangsart, Bluetooth-Nutzung und ASA-Funktion ab.

Der Akku besitzt 2.500 mAh beziehungsweise 18,5 Wh und ist fest eingebaut. Er lässt sich laut Datenblatt nicht vom Benutzer austauschen. Das ist für mich einer der wenigen echten Kritikpunkte. Gerade bei einem mobilen Produkt wäre ein langfristig austauschbarer Akku aus Nachhaltigkeitssicht wünschenswert.

Laden über USB-C

Geladen wird erfreulicherweise über USB-C. Für die optimale Ladegeschwindigkeit empfiehlt Pure eine USB-Stromquelle mit mindestens 1,5 A. Ein USB-A-auf-USB-C-Kabel gehört zum Lieferumfang. Ein separates Netzteil wird im Datenblatt dagegen nicht als Bestandteil genannt.

Positiv: Der USB-C-Port dient laut Bedienungsanleitung außerdem für Software-Updates.

ASA-Warnsystem: Ungewöhnliches Sicherheitsfeature

Zu den spannendsten Funktionen des PURE Bloom gehört ASA – Automatic Safety Alerts. Das System überwacht unterstützte DAB+-Signale im Hintergrund und kann bei lokalen Gefahrensituationen automatisch Warnmeldungen wiedergeben, beispielsweise bei Überschwemmungen oder Bränden. Allerdings weist Pure ausdrücklich darauf hin, dass ASA derzeit in Europa schrittweise eingeführt wird und die Verfügbarkeit von Land, Region und jeweiligem DAB-Anbieter abhängt.

Ich würde ASA deshalb momentan eher als sinnvolle Zukunftsfunktion denn als alleinigen Kaufgrund betrachten.

Interessant ist außerdem ein Detail zum Akkubetrieb: Ist das Radio ausgeschaltet und läuft ausschließlich über Akku, wird ASA normalerweise deaktiviert, um Energie zu sparen. Die Funktion kann zwar manuell aktiviert werden, dadurch sinkt allerdings die Akkulaufzeit. Für eine möglichst zuverlässige Warnbereitschaft empfiehlt Pure daher den Betrieb an einer Stromquelle.

Das ist technisch nachvollziehbar und sollte meiner Meinung nach in einem Test unbedingt erwähnt werden. Ein ASA-fähiges Radio ist im reinen Akkubetrieb also nicht automatisch rund um die Uhr ein vollwertiges Warnradio.

PURE Bloom Test – Sleep-Timer für das Schlafzimmer

Eine weitere nützliche Funktion ist der integrierte Sleep-Timer. Zur Auswahl stehen unter anderem 15, 30, 60 und 90 Minuten. Nach Aktivierung beginnt der Countdown unmittelbar. Gerade in Kombination mit DAB+ und der regulierbaren Displayhelligkeit finde ich das Bloom daher durchaus attraktiv für den Nachttisch. Allerdings bleibt der bereits erwähnte Kritikpunkt bestehen: Einen klassischen Wecker gibt es nicht. Wer morgens automatisch vom Radio geweckt werden möchte, benötigt also ein anderes Gerät.

Was mir am PURE Bloom besonders gefällt

Das stärkste Argument ist für mich die Kombination aus traditioneller Radiobedienung und moderner Mobilität. Das Bloom zwingt den Nutzer nicht in eine App, bietet aber trotzdem Bluetooth 5.4. Ebenso gefällt mir, dass Pure nicht nur DAB+ integriert, sondern UKW weiterhin vollständig unterstützt. Die 40 Speicherplätze pro Empfangsart und die fünf direkten Favoritentasten machen das Radio im Alltag deutlich komfortabler. Auch IPX5, USB-C, der Passivradiator, der anpassbare Equalizer und das ASA-System sind für diese Geräteklasse eine bemerkenswert umfangreiche Ausstattung.

PURE Bloom DAB+ Radio in Schwarz, Sand und Salbei mit Teleskopantennen beim mobilen Einsatz im Garten
PURE Bloom im Test: Das portable DAB+/UKW-Radio ist in mehreren Farbvarianten erhältlich und eignet sich dank Akku und IPX5 auch für Garten und Terrasse.

Wo ich beim PURE Bloom Verbesserungspotenzial sehe

Perfekt ist das Konzept trotzdem nicht.

Das Bloom arbeitet ausschließlich mono, weshalb es anspruchsvolles Musikhören über eine Stereoanlage natürlich nicht ersetzen kann. Außerdem fehlt ein klassischer Kopfhörerausgang. Einen AUX-Eingang nennt Pure ebenfalls nicht. Der fest verbaute Akku ist langfristig ebenfalls weniger attraktiv als eine austauschbare Lösung. Zudem finde ich einen echten Radiowecker bei einem Gerät mit Uhr, Display und Sleep-Timer beinahe naheliegend – ausgerechnet diese Funktion fehlt. Auch das Gewicht von 1 kg sollte man bei der Bezeichnung „portabel“ im Hinterkopf behalten. Für Terrasse, Garten und Reisegepäck ist das problemlos, als ultrakompaktes Radio für den Rucksack gibt es jedoch leichtere Alternativen.

Für wen eignet sich das PURE Bloom?

Ich sehe das Bloom vor allem bei Hörern, die weiterhin gerne klassisches Radio nutzen, gleichzeitig aber nicht auf Smartphone-Streaming verzichten möchten. Besonders gut passt es meiner Meinung nach in Küche, Badezimmer, Hobbyraum, Büro, Garten oder auf die Terrasse. Dank IPX5 ist das Einsatzgebiet wesentlich breiter als bei einem normalen DAB-Tischradio. Auch für Nutzer, die komplizierte Apps vermeiden möchten, finde ich das Konzept sympathisch. Sender wählen, Lautstärke einstellen und Favoriten aufrufen funktioniert direkt am Gerät.

Wer dagegen hauptsächlich Spotify oder andere Streaming-Anbieter in Stereo hören möchte, maximale Bassleistung erwartet oder ein echtes HiFi-System sucht, sollte eher zu einer Stereo-Lautsprecherlösung greifen.

PURE Bloom Test – Fazit

Das PURE Bloom verbindet auf überzeugende Weise zwei Welten: Es ist einerseits ein klassisches DAB+/UKW-Radio mit Teleskopantenne, Senderspeichern und unkomplizierter Direktbedienung. Andererseits kann es dank Bluetooth 5.4, Akku und IPX5 auch die Rolle eines portablen Alltagslautsprechers übernehmen.

Besonders gelungen finde ich die fünf direkten Favoritentasten, die insgesamt 80 Radiospeicherplätze, das Farbdisplay sowie den überraschend vielseitigen Equalizer. Der 2,5-Zoll-Breitbandlautsprecher mit Passivradiator und 10 Watt ist konstruktiv sinnvoll auf ein kompaktes Mono-Radio abgestimmt. Einen Stereo-Lautsprecher oder gar eine HiFi-Anlage ersetzt das Bloom dadurch allerdings nicht.

Interessant ist außerdem ASA. Das automatische Warnsystem hebt das PURE Bloom von vielen herkömmlichen DAB-Radios ab, wenngleich die tatsächliche Verfügbarkeit regional vom Ausbau der entsprechenden DAB+-Infrastruktur abhängt.

Weniger gut gefallen mir der fest verbaute Akku, der fehlende Kopfhörerausgang und die nicht vorhandene Weckfunktion. Auch bei der Akkulaufzeit sollte Pure seine Kommunikation vereinheitlichen, denn die eigenen Unterlagen nennen sowohl 16 als auch 17 Stunden.

Unterm Strich halte ich das PURE Bloom im Test für ein sehr interessantes portables DAB+ Radio, wenn Radioempfang, Bluetooth und Outdoor-Tauglichkeit gleichermaßen gefragt sind. Gerade als Küchen-, Garten- oder Terrassenradio ist das Konzept schlüssig, und mit einer aktuellen UVP von 119,99 Euro bietet es eine ungewöhnlich vollständige Ausstattung.

Herstellerlink: Bloom Black EU/UK/AUS | Tragbare Radios | Radios | Audio & HiFi | Pure – Joyful Listening

FAQ zum PURE Bloom

Kann das PURE Bloom DAB+ empfangen?

Ja. Das PURE Bloom empfängt DAB und DAB+ im Frequenzbereich von 174 bis 240 MHz. Zusätzlich besitzt es einen UKW-Tuner für 87,5 bis 108 MHz mit RDS.

Hat das PURE Bloom Bluetooth?

Ja. Das Radio unterstützt Bluetooth 5.4 und kann dadurch Musik, Podcasts oder Internetradio vom Smartphone, Tablet oder Notebook wiedergeben.

Wie lange hält der Akku des PURE Bloom?

Pure nennt je nach Herstellerunterlage 16 beziehungsweise 17 Stunden. Das technische Datenblatt spezifiziert 17 Stunden DAB-Wiedergabe unter einem definierten IEC-Test, während die aktuelle Produktseite mit bis zu 16 Stunden wirbt.

Ist das PURE Bloom wasserdicht?

Das Bloom besitzt die Schutzklasse IPX5. Es ist damit gegen Wasserstrahlen und kräftiges Spritzwasser geschützt, sollte jedoch nicht untergetaucht werden. Die Ausstattung macht es unter anderem für Garten, Terrasse oder Badezimmer interessant.

Hat das PURE Bloom einen Wecker?

Nein. Laut Datenblatt besitzt das PURE Bloom keine Weckfunktion. Ein Sleep-Timer ist dagegen vorhanden.

Wie viele Sender kann das PURE Bloom speichern?

Es stehen 40 Speicherplätze für DAB/DAB+ und 40 Speicherplätze für UKW zur Verfügung. Zusätzlich gibt es fünf direkte Favoritentasten für besonders häufig gehörte Sender.

Hat das PURE Bloom einen Equalizer?

Ja. Zur Wahl stehen Dynamic, Comfort, Neutral und Custom. Im benutzerdefinierten Modus lassen sich Bass, Mitten und Höhen separat einstellen.

Was ist ASA beim PURE Bloom?

ASA steht für Automatic Safety Alerts. Unterstützte DAB+-Sender können darüber lokale Warnmeldungen etwa zu Unwettern, Überschwemmungen oder anderen Gefahren übertragen. Die Verfügbarkeit hängt vom regionalen Ausbau des Systems ab.

Kann das PURE Bloom per USB-C geladen werden?

Ja. Die Stromversorgung und das Aufladen erfolgen über USB-C. Für optimale Ladeleistung empfiehlt Pure eine USB-Stromversorgung mit 5 V und 1,5 A.

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