Dual CS 329 Test: Plattenspieler und maximaler Bedienkomfort – für manche Vinyl-Puristen klingt diese Kombination zunächst widersprüchlich. Schließlich gehört das manuelle Aufsetzen des Tonarms für viele ebenso zur Schallplatte wie das Umdrehen der LP nach der ersten Seite. Der Dual CS 329 verfolgt jedoch bewusst einen anderen Ansatz. Er soll den Einstieg in die analoge Musikwiedergabe möglichst unkompliziert machen und kombiniert dazu einen Riemenantrieb mit Vollautomatik, einem vormontierten Audio-Technica-Tonabnehmer und einem integrierten Phono-Vorverstärker.
Genau diese Kombination macht den Dual CS 329 Test interessant. Denn während es im Einstiegssegment zahlreiche sehr einfache Plattenspieler gibt, versucht Dual, hohen Bedienkomfort mit einer ernstzunehmenden mechanischen Konstruktion zu verbinden. Zum Einsatz kommen unter anderem ein Aluminium-Druckguss-Plattenteller, ein kugelgelagerter Tonarm, eine Kunststoff-/MDF-Zarge und große, bedämpfte Standfüße. Gleichzeitig muss sich der Käufer nicht mit der Justage von Auflagekraft und Tonabnehmer beschäftigen: Die wesentlichen Einstellungen werden bereits ab Werk vorgenommen.
Dual CS 329 Test: Vollautomatik statt Vinyl-Ritual
Dual positioniert den CS 329 ausdrücklich als Plug-&-Play-Plattenspieler für Einsteiger. Tatsächlich ist die Philosophie des Modells schnell erklärt: Platte auflegen, Geschwindigkeit und Plattengröße wählen, Start drücken – den Rest übernimmt der Plattenspieler.
Der Tonarm fährt automatisch zur Einlaufrille, senkt sich ab und kehrt am Ende der Platte selbstständig in seine Ablage zurück. Anschließend stoppt der Motor. Auch ein vorzeitiger Abbruch ist über die Stopptaste möglich. Alternativ lässt sich der CS 329 vollständig manuell verwenden.
Ich halte diese Kombination für einen der größten Pluspunkte des CS 329. Wer das klassische manuelle Aufsetzen des Tonarms bevorzugt, verliert diese Möglichkeit nicht. Gleichzeitig bietet der Vollautomat einen Komfort, der insbesondere beim alltäglichen Musikhören schnell praktisch wird.
Noch wichtiger erscheint mir dieser Punkt für Vinyl-Einsteiger. Wer sich zum ersten Mal mit Schallplatten beschäftigt, muss sich beim Dual weder mit der Tonarmbalance noch mit der Einstellung der Auflagekraft auseinandersetzen. Dual bezeichnet den Tonarm entsprechend als Plug-&-Play-Lösung mit werkseitig festgelegten Einstellungen.
Verarbeitung und Konstruktion des Dual CS 329
Optisch hält sich der CS 329 angenehm zurück. Die schwarze Zarge, der Aluminiumteller und der gerade Tonarm ergeben ein klassisches Erscheinungsbild, das sich meiner Meinung nach problemlos in moderne wie auch ältere HiFi-Anlagen integrieren lässt.
Beim Gehäuse setzt Dual nicht auf eine massive Vollholz- oder MDF-Konstruktion. Stattdessen besteht die Zarge aus einer Kombination aus Kunststoff und MDF. Für einen Plattenspieler dieser Klasse ist das ein nachvollziehbarer Kompromiss zwischen Masse, Kosten und Resonanzkontrolle.
Interessanter sind für mich die vier großen Standfüße. Sie besitzen Elastomer-Dämpfung beziehungsweise integrierte Resonanzabsorber und sollen dadurch Körperschall und Vibrationen von der Abtastung fernhalten. Die Unterlagen nennen einen Fußdurchmesser von 62 mm.

Mit einem Gesamtgewicht von rund fünf Kilogramm gehört der CS 329 nicht zu den besonders schweren Plattenspielern. Er vermittelt konstruktiv vielmehr den Eindruck eines durchdachten Mittelwegs zwischen komfortorientiertem Einstiegsgerät und klassischer HiFi-Technik.
Aluminium-Plattenteller statt einfacher Kunststofflösung
Beim Plattenteller finde ich die Materialwahl erfreulich. Dual verwendet einen Aluminium-Druckgussteller mit einer 2,5 mm starken Gummiauflage. Zusammen bringen Teller und Matte 667 Gramm auf die Waage.
Die Gummimatte soll zusätzlich Resonanzen dämpfen. Gerade bei einem relativ leichten Chassis halte ich diesen konstruktiven Ansatz für sinnvoll.
Eine kleine Unstimmigkeit gibt es übrigens in den Herstellerunterlagen: Die aktuelle Produktseite beziehungsweise Broschüre nennt für den Teller 297 mm Durchmesser, während die Bedienungsanleitung 296 mm angibt. Für die Praxis ist diese Differenz bedeutungslos, sie sollte bei einer möglichst exakten Datentabelle jedoch erwähnt werden.
Dual CS 329 Test – Riemenantrieb mit DC-Motor
Der Dual CS 329 arbeitet mit einem klassischen Riemenantrieb und DC-Motor. Unterstützt werden die beiden für LPs und Singles relevanten Geschwindigkeiten von 33⅓ und 45 U/min.
Dual gibt die Gleichlaufschwankungen mit weniger als ±0,12 Prozent an. Außerdem spricht der Hersteller von einer schwingungsgedämpften Motoraufhängung und einem geschliffenen Antriebsriemen.
Im Konzept gefällt mir diese Lösung. Der Motor ist nicht unmittelbar mit dem Plattenteller gekoppelt, und der Riemen übernimmt gleichzeitig einen Teil der mechanischen Entkopplung. Das ist eine seit Jahrzehnten bewährte Konstruktion und passt gut zum Anspruch des CS 329.
Eine 78-U/min-Geschwindigkeit für Schellackplatten bietet der Dual dagegen nicht. Wer hauptsächlich LPs und Singles aus der Vinyl-Ära hört, dürfte das kaum vermissen.
Der Tonarm: alles ab Werk eingestellt
Eine Besonderheit des CS 329 ist der gerade, gewichtsbalancierte Tonarm. Die effektive Tonarmlänge beträgt 221,5 mm, der Überhang 19 mm und die Kröpfung 25,6 Grad. Der Tonarm ist kugelgelagert. Als Auflagegewicht nennt die Bedienungsanleitung 1,8 Gramm mit einer Toleranz von ±0,3 Gramm.
Entscheidend für die Zielgruppe ist allerdings weniger das Zahlenwerk als die Tatsache, dass die relevanten Einstellungen bereits vorgenommen wurden.
Ich sehe darin gleichzeitig Stärke und Einschränkung des CS 329.
Für Einsteiger ist die Lösung hervorragend: Auspacken, aufstellen und Musik hören. Wer dagegen Freude daran hat, verschiedene Tonabnehmer auszuprobieren, Auflagekraft individuell einzustellen oder das komplette Setup zu optimieren, wird bei einem stärker auf manuelle Konfiguration ausgelegten Plattenspieler mehr Möglichkeiten finden.
Federbasiertes Antiskating
Dual verwendet beim CS 329 außerdem eine mechanische Antiskating-Kompensation mit einer speziell geformten Feder. Laut Hersteller soll sie die Skating-Kraft über den gesamten Abspielbereich korrigieren.
Gerade bei einem Plug-&-Play-Modell finde ich diesen Ansatz sinnvoll. Der Nutzer muss das Antiskating nicht selbst einstellen, während die konstruktiv notwendige Gegenkraft trotzdem berücksichtigt wird.
Dual CS 329 Test – Audio-Technica AT91 ab Werk montiert
Als Tonabnehmer kommt ein Audio-Technica AT91 zum Einsatz. Die passende Ersatznadel ist die Audio-Technica ATN91.
Das AT91 ist klar dem Einstiegsbereich zuzuordnen. Entsprechend würde ich vom CS 329 nicht die allerletzte Feindynamik und Auflösung erwarten, die hochwertigere MM- oder MC-Systeme ermöglichen können. Andererseits passt das System sehr gut zum Grundgedanken des Plattenspielers: unkompliziert, robust und ohne vorherige Justage nutzbar.
Für mich ist das eine sinnvolle Abstimmung. Ein deutlich teurerer Tonabnehmer würde bei einem konsequent auf Plug & Play ausgelegten Vollautomaten ohnehin eine etwas widersprüchliche Kombination ergeben.
Wer später mehr aus seiner Plattensammlung herausholen möchte, sollte allerdings bedenken, dass der CS 329 insgesamt weniger auf permanente Tonabnehmer-Experimente ausgelegt ist als klassische manuelle HiFi-Plattenspieler.
Aufbau: Fast Plug & Play
Die Bezeichnung Plug & Play darf man beim CS 329 nicht vollkommen wörtlich nehmen. Ganz ohne Montage kommt auch dieser Plattenspieler nicht aus.
Der Antriebsriemen befindet sich bei der Lieferung bereits am Plattenteller. Nach dem Aufsetzen des Tellers muss er jedoch durch eine Aussparung über die Motorrolle gezogen werden. Anschließend wird die Gummimatte aufgelegt. Zusätzlich müssen die Scharniere und die Staubschutzhaube montiert werden.
Das ist allerdings schnell erledigt und deutlich einfacher als die Einrichtung vieler klassischer Plattenspieler. Vor allem entfällt das übliche Ausbalancieren des Tonarms inklusive Einstellung von Auflagekraft und Antiskating.
Ich würde den CS 329 deshalb eher als „nahezu Plug & Play“ bezeichnen. Ein paar Minuten sollte man für den Aufbau einplanen, anschließend verlangt der Spieler seinem Besitzer jedoch kaum technisches Wissen ab.
Integrierter Phono-Vorverstärker sorgt für Flexibilität
Ein weiterer großer Vorteil ist der integrierte Phono-Vorverstärker. Über einen Schalter auf der Rückseite lässt sich zwischen PHONO und LINE umschalten.
Steht der Schalter auf PHONO, kann der CS 329 mit einem entsprechenden MM-Phonoeingang eines Verstärkers verbunden werden. Bei LINE wird dagegen der eingebaute Entzerrer-Vorverstärker verwendet. Dadurch funktioniert der Plattenspieler auch an einem normalen AUX- oder Line-Eingang.
Gerade für Einsteiger finde ich das ausgesprochen praktisch. Ein separater Phono-Preamp ist nicht zwingend erforderlich. Selbst moderne Verstärker ohne Phono-Eingang lassen sich deshalb verwenden.
Gleichzeitig bleibt der interne Preamp abschaltbar. Wer später einen höherwertigen externen Phono-Vorverstärker einsetzen möchte, kann das ebenfalls tun.

Weniger gut gefällt mir dagegen das fest montierte Cinch-Kabel. Die Bedienungsanleitung weist ausdrücklich ein fest installiertes RCA-Kabel aus. Für die Plug-&-Play-Philosophie ist das konsequent, hinsichtlich Austauschbarkeit und individueller Kabellängen wäre eine Buchsenlösung jedoch flexibler.
Dual CS 329 Test – Vollautomatik im Alltag
Die Vollautomatik ist das eigentliche Alleinstellungsmerkmal des Dual CS 329 innerhalb seiner Zielgruppe.
Für eine 30-cm-LP wird die entsprechende Plattengröße ausgewählt, anschließend genügt die Starttaste. Der Teller läuft an, der Tonarm fährt über die Einlaufrille und senkt sich selbstständig ab. Am Ende der Seite hebt der Arm wieder an, fährt zurück und der Motor stoppt.
Das klingt zunächst nach einem kleinen Komfortgewinn. Im täglichen Gebrauch kann der Unterschied jedoch erheblich sein.
Ich sehe beispielsweise einen klaren Vorteil darin, dass die Nadel nicht versehentlich neben der Einlaufrille aufgesetzt wird. Ebenso muss man nicht aufspringen, wenn eine Plattenseite zu Ende gespielt ist. Wer nebenbei liest, arbeitet oder am Abend einfach Musik hören möchte, dürfte diese Automatik schnell schätzen lernen.
Dual gibt zudem an, dass die Mechanik der Vollautomatik während des eigentlichen Abspielvorgangs von Tonarm und Plattenteller entkoppelt ist. Damit soll verhindert werden, dass die zusätzliche Mechanik permanent auf die Wiedergabe einwirkt.
Eine Einschränkung bei 25-cm-Platten
Eine Besonderheit sollte man kennen: Die Automatik unterstützt laut Bedienungsanleitung keine Schallplatten mit 25 cm Durchmesser. Die automatische Größenauswahl ist auf 17 und 30 cm ausgelegt. 25-cm-Platten können jedoch weiterhin manuell abgespielt werden.
Für die meisten Sammlungen dürfte das kein entscheidender Nachteil sein, schließlich dominieren 30-cm-LPs und 17-cm-Singles. Wer allerdings viele 10-Zoll-Veröffentlichungen besitzt, sollte diesen Punkt berücksichtigen.
Klangliche Einordnung des Dual CS 329
Beim Klang sollte man den CS 329 realistisch einordnen. Konstruktion und Tonabnehmer zeigen deutlich, dass Dual hier keinen audiophilen High-End-Spieler entwickeln wollte. Stattdessen steht eine möglichst ausgewogene Wiedergabe bei maximal unkomplizierter Bedienung im Vordergrund.
Aus technischer Sicht bringt der Spieler dafür eine vernünftige Grundlage mit: Riemenantrieb, schwingungsgedämpfter Motor, Aluminiumteller mit Gummimatte, elastomerbedämpfte Füße und ein kugelgelagerter Tonarm sind Merkmale eines ernstzunehmenden HiFi-Konzepts und unterscheiden den CS 329 von besonders einfachen Plattenspielern mit stark vereinfachter Mechanik. Die Kombination aus Zarge, Teller und Füßen ist ausdrücklich auf Resonanzkontrolle ausgelegt.
Der klanglich limitierende Faktor dürfte eher das serienmäßige AT91 sein. Ich würde den CS 329 deshalb vor allem als guten Allround-Plattenspieler für den Einstieg betrachten und weniger als Plattform für eine hochgradig auflösende High-End-Kette.
Das ist allerdings kein wirklicher Kritikpunkt, sondern Teil seiner Positionierung. Wer ohne Justageaufwand eine Plattensammlung hören möchte, erhält ein schlüssiges Gesamtpaket.
Technische Daten des Dual CS 329
- Antrieb: DC-Motor, Riemenantrieb
- Geschwindigkeiten: 33⅓ und 45 U/min
- Gleichlaufschwankungen: < ±0,12 %
- Bedienung: vollautomatisch oder manuell
- Tonarm: gerade, kugelgelagert
- Effektive Tonarmlänge: 221,5 mm
- Kröpfung: 25,6°
- Überhang: 19 mm
- Auflagegewicht: 1,8 g ±0,3 g laut Bedienungsanleitung
- Tonabnehmer: Audio-Technica AT91
- Ersatznadel: Audio-Technica ATN91
- Plattenteller: Aluminium-Druckguss
- Tellerauflage: Gummi, 2,5 mm
- Tellergewicht inklusive Matte: 667 g
- Gehäuse: Kunststoff/MDF
- Standfüße: Ø 62 mm, Elastomer-Dämpfung
- Phono-Vorverstärker: integriert und abschaltbar
- Ausgang: fest installiertes RCA-/Cinch-Kabel
- Maße bei geschlossener Haube: 435 × 372 × 132 mm
- Gewicht: 5 kg
- Digitalausgang: nein
Die technischen Eckdaten stammen aus Bedienungsanleitung, Herstellerbroschüre und aktueller Produktseite.
Für wen eignet sich der Dual CS 329?
Meiner Einschätzung nach ist die Zielgruppe des CS 329 ungewöhnlich eindeutig. Der Plattenspieler richtet sich vor allem an Musikliebhaber, die Vinyl hören und nicht Plattenspieler einstellen möchten.
Damit eignet er sich besonders gut für Einsteiger, aber keineswegs ausschließlich für diese. Auch erfahrene Vinylhörer, die bewusst einen unkomplizierten Zweitspieler oder einen Vollautomaten für das Wohnzimmer suchen, könnten mit dem Konzept glücklich werden.
Weniger passend finde ich den CS 329 dagegen für ambitionierte Analog-Fans, bei denen Tonabnehmerwechsel, individuelle Auflagekrafteinstellung und mechanisches Tuning zum Hobby gehören. Dafür ist das komplette Konzept schlicht zu stark auf feste Werkseinstellungen und Bedienkomfort ausgelegt.
Dual CS 329 Test: Stärken und Schwächen
Die große Stärke des CS 329 ist für mich nicht ein einzelnes Bauteil, sondern das in sich schlüssige Gesamtkonzept. Vollautomatik, eingebauter Phono-Preamp und werkseitige Justage senken die Einstiegshürde erheblich. Gleichzeitig verzichtet Dual nicht auf einen Aluminiumteller, Riemenantrieb, einen kugelgelagerten Tonarm und Resonanzdämpfung.
Natürlich gibt es dafür Kompromisse. Das serienmäßige Audio-Technica AT91 setzt klanglich Grenzen, die Einstellungsmöglichkeiten des Tonarms sind bewusst eingeschränkt und das fest montierte RCA-Kabel ist weniger flexibel als ein Paar Cinchbuchsen.
Auch die Beschränkung der Automatik auf 17- und 30-cm-Platten sollte man kennen.
Trotzdem halte ich diese Entscheidungen im Kontext des Geräts für nachvollziehbar. Der CS 329 will gerade kein Analog-Baukasten sein, sondern ein Plattenspieler, bei dem möglichst wenig schiefgehen kann.
Fazit zum Dual CS 329 Test
Der Dual CS 329 verfolgt einen bemerkenswert konsequenten Ansatz: Er soll Schallplattenwiedergabe so einfach wie möglich machen, ohne dabei zu einem simplen Lifestyle-Plattenspieler zu werden.
Genau darin liegt für mich seine größte Stärke. Vollautomatischer Start und Stopp, werkseitig eingestellter Tonarm und integrierter Phono-Vorverstärker nehmen Vinyl-Einsteigern viele der typischen Hürden. Gleichzeitig zeigen Aluminium-Druckgussteller, Riemenantrieb, kugelgelagerter Tonarm und gedämpfte Standfüße, dass Dual die mechanische Seite der Schallplattenwiedergabe ernst nimmt.
Der CS 329 ist jedoch kein Spieler für permanente Optimierer. Wer unterschiedliche Tonabnehmer ausprobieren, Auflagekraft und Antiskating selbst einstellen oder jedes Bauteil seiner Analogkette austauschen möchte, findet bei manuellen Modellen mehr Freiheiten. Auch das AT91 markiert eher einen vernünftigen Einstieg als das Ende der klanglichen Fahnenstange.
Wer hingegen einen komfortablen Vollautomaten mit klassischer HiFi-Technik sucht, findet im CS 329 ein sehr schlüssiges Konzept. Besonders für den Einstieg in Vinyl gefällt mir, dass Dual den Komfort nicht mit einer völlig vereinfachten Konstruktion erkauft.
Unterm Strich sehe ich den Dual CS 329 deshalb vor allem als Plattenspieler für Menschen, die ihre Schallplatten unkompliziert hören möchten. Platte auflegen, Start drücken und Musik genießen – genau dieses Versprechen löst das Konzept überzeugend ein.
Herstellerlink: CS 329 – DUAL
FAQ zum Dual CS 329
Ist der Dual CS 329 ein vollautomatischer Plattenspieler?
Ja. Nach dem Drücken der Starttaste fährt der Tonarm automatisch zur Platte und senkt sich ab. Am Ende der Plattenseite hebt er sich wieder, kehrt in seine Ablage zurück und der Motor stoppt. Eine manuelle Bedienung bleibt ebenfalls möglich.
Hat der Dual CS 329 einen eingebauten Phono-Vorverstärker?
Ja. Der interne Phono-Vorverstärker lässt sich über einen PHONO/LINE-Schalter ein- oder ausschalten. Dadurch kann der CS 329 sowohl mit einem Phono-MM-Eingang als auch mit einem normalen Line- oder AUX-Eingang verbunden werden.
Welcher Tonabnehmer ist beim Dual CS 329 montiert?
Dual liefert den CS 329 mit einem Audio-Technica AT91 aus. Als Ersatznadel ist die Audio-Technica ATN91 vorgesehen.
Muss der Tonarm des Dual CS 329 eingestellt werden?
Die wesentlichen Einstellungen sind bereits ab Werk festgelegt. Der CS 329 ist damit gezielt als Plug-&-Play-Plattenspieler konzipiert. Die Bedienungsanleitung nennt eine Auflagekraft von 1,8 g ±0,3 g.
Kann der Dual CS 329 auch manuell benutzt werden?
Ja. Neben dem automatischen Start lässt sich der Tonarm mit dem Tonarmlift manuell über der gewünschten Stelle positionieren und absenken. Am Ende der Platte erfolgt dennoch die automatische Rückführung.
Spielt der Dual CS 329 auch 10-Zoll-Platten automatisch ab?
Nein. Laut Bedienungsanleitung steht die Vollautomatik für Platten mit 25 cm Durchmesser nicht zur Verfügung. Solche Schallplatten können jedoch manuell abgespielt werden.
Ist der Dual CS 329 für Vinyl-Einsteiger geeignet?
Ja, und genau hier sehe ich seine größte Stärke. Die werkseitige Justage, die Vollautomatik und der integrierte Phono-Vorverstärker reduzieren den Einrichtungsaufwand erheblich. Auch Dual selbst positioniert den CS 329 ausdrücklich als Einstiegsmodell für unkomplizierte analoge Musikwiedergabe.


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