Cambridge Audio AXC35 Test: CD-Player mit Wolfson-DAC

Cambridge Audio AXC35 HiFi-CD-Player in Silber mit CD-Schublade, Display und Bedientasten in frontaler Ansicht.

Streaming mag für viele Musikfans zum Alltag gehören, doch eine gut gepflegte CD-Sammlung hat weiterhin ihren eigenen Reiz. Man legt ein Album ein, hört es bewusst von Anfang bis Ende und muss sich weder mit Apps noch mit Netzwerkproblemen oder unterschiedlichen Streaming-Abonnements beschäftigen. Genau für diese Art des Musikhörens wurde der Cambridge Audio AXC35 entwickelt.

Im Cambridge Audio AXC35 Test zeigt sich ein bewusst klassisch konzipierter HiFi-CD-Player. Statt Bluetooth, USB-Wiedergabe oder Netzwerkfunktionen stehen ein solides CD-Laufwerk, eine einfache Bedienung und eine saubere Digital-Analog-Wandlung im Mittelpunkt. Cambridge Audio verwendet dafür den Wolfson-WM8524-DAC in Verbindung mit einem zweipoligen Butterworth-Filter.

Hinzu kommen ein analoger Cinch-Ausgang und – als wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum kleineren AXC25 – ein koaxialer S/PDIF-Digitalausgang. Dadurch lässt sich der AXC35 nicht nur als vollständiger CD-Player, sondern auch als reines CD-Laufwerk für einen externen Digital-Analog-Wandler verwenden. Gapless Playback gehört ebenfalls zur Ausstattung.

Cambridge Audio AXC35 im Überblick

Der AXC35 gehört zur AX-Serie von Cambridge Audio. Diese Produktfamilie richtet sich vor allem an Musikliebhaber, die ein unkompliziertes und ausbaufähiges HiFi-System zusammenstellen möchten. Der Hersteller positioniert die Serie als zugänglichen Einstieg in klassisches HiFi, ohne die Bedienung unnötig kompliziert zu gestalten.

Diese Philosophie erkennt man beim AXC35 sofort. Auf der Front befinden sich nur die Bedienelemente, die bei einem CD-Player tatsächlich benötigt werden: Einschalten, Schublade öffnen, Wiedergabe starten oder pausieren, Wiedergabe stoppen sowie Titel überspringen beziehungsweise innerhalb eines Titels suchen.

Ich halte diese Reduktion für eine der größten Stärken des Gerätes. Der AXC35 möchte weder Mediacenter noch Netzwerkplayer sein. Stattdessen konzentriert er sich auf die Wiedergabe von CDs und erledigt diese Aufgabe ohne verschachtelte Menüs oder Konfigurationsaufwand.

Design und Verarbeitung des Cambridge Audio AXC35

Klassisches HiFi-Format

Mit einer Breite von 430 Millimetern besitzt der AXC35 das typische Format einer ausgewachsenen HiFi-Komponente. Die geringe Höhe von lediglich 75 Millimetern sorgt allerdings dafür, dass der CD-Player vergleichsweise schlank wirkt. Seine Tiefe beträgt 305 Millimeter, während das Gewicht bei 4,3 Kilogramm liegt.

Damit lässt sich der Player problemlos in ein übliches HiFi-Rack integrieren. Gleichzeitig vermittelt das Gewicht genügend Substanz, damit das Gerät beim Betätigen der Bedienelemente oder beim Öffnen der Schublade nicht sofort verrutscht.

Die Gestaltung orientiert sich an den anderen Komponenten der AX-Serie. Cambridge Audio kombiniert eine minimalistische Front in Lunar Grey mit einem schwarzen Stahlgehäuse und dem für die Baureihe charakteristischen optisch schwebenden Sockel.

Aufgeräumte Frontseite

Die Frontseite wirkt angenehm übersichtlich. Links befindet sich der Netzschalter, während das Display und die CD-Schublade zentral angeordnet sind. Rechts sitzen die Laufwerkstasten.

Mir gefällt, dass Cambridge Audio auf unnötige Designelemente verzichtet. Die Bedienelemente sind klar voneinander getrennt und sollten sich auch ohne einen Blick in die Anleitung schnell erschließen. Das alphanumerische Display zeigt nach dem Einlesen einer Disc unter anderem die Anzahl der Titel und die gesamte Spielzeit an.

Eine besonders große oder hochauflösende Anzeige darf man allerdings nicht erwarten. Der AXC35 folgt hier dem klassischen Funktionsprinzip eines CD-Players: Das Display liefert die notwendigen Informationen, tritt optisch jedoch nicht in den Vordergrund.

Anschlüsse des Cambridge Audio AXC35

Analoger Cinch-Ausgang

Für die Verbindung mit einem Vollverstärker oder Receiver besitzt der AXC35 einen analogen Stereoausgang im Cinch-Format. Der interne Wolfson-DAC übernimmt in diesem Fall die Digital-Analog-Wandlung. Das Signal kann anschließend an jeden üblichen Line-Eingang eines Verstärkers weitergegeben werden.

Rückseite des Cambridge Audio AXC35 CD-Players mit Cinch-Ausgang, koaxialem Digitalausgang und Netzanschluss.
Cambridge Audio AXC35 im Test – Rückseite mit analogem Cinch-Ausgang und koaxialem S/PDIF-Digitalausgang.

Der Anschluss sollte beispielsweise mit „CD“, „AUX“, „Line“ oder „Audio“ beschriftet sein. Ein Phono-Eingang ist dagegen ungeeignet, weil dessen Verstärkung und Entzerrung speziell für Plattenspieler ausgelegt sind.

Für die meisten Anwender dürfte der analoge Ausgang die einfachste und sinnvollste Verbindung darstellen: Cinchkabel anschließen, Eingang am Verstärker auswählen und CD einlegen.

Koaxialer Digitalausgang

Zusätzlich besitzt der Cambridge Audio AXC35 einen koaxialen S/PDIF-Ausgang. Damit kann das digitale Signal an einen externen DAC, einen Digitalverstärker oder einen entsprechend ausgestatteten AV-Receiver übertragen werden.

Dieser Anschluss erweitert die Einsatzmöglichkeiten erheblich. Wer später einen hochwertigeren externen DAC anschafft, muss den CD-Player nicht ersetzen. Stattdessen kann der AXC35 weiterhin als CD-Laufwerk dienen, während die Digital-Analog-Wandlung von einem anderen Gerät übernommen wird.

Ich sehe den Digitalausgang deshalb als eines der wichtigsten Argumente für den AXC35. Er macht den Player flexibler und erleichtert spätere Erweiterungen der HiFi-Anlage. Cambridge Audio nennt diese Anschlussmöglichkeit selbst als wesentlichen Unterschied und bewirbt sie für die direkte Verbindung mit kompatiblen Verstärkern oder externen DACs.

Für eine zuverlässige digitale Verbindung empfiehlt sich ein echtes 75-Ohm-Koaxialkabel. Ein gewöhnliches analoges Cinchkabel kann bei kurzen Strecken zwar ebenfalls funktionieren, entspricht jedoch nicht zwingend der vorgesehenen elektrischen Spezifikation.

Welche Anschlüsse fehlen?

Einen optischen Toslink-Ausgang gibt es nicht. Ebenso fehlen symmetrische XLR-Ausgänge, USB-Audio, ein Kopfhörerausgang und digitale Eingänge.

Das ist für einen klassischen CD-Player nicht ungewöhnlich. Dennoch sollte man vor dem Kauf prüfen, ob der eigene Verstärker oder externe DAC einen koaxialen Digitaleingang besitzt. Wer ausschließlich einen optischen Eingang nutzen kann, benötigt gegebenenfalls einen zusätzlichen Konverter.

Cambridge Audio AXC35 Test – Laufwerk und unterstützte Disc-Formate

Der AXC35 spielt klassische Audio-CDs sowie beschreibbare CD-R- und wiederbeschreibbare CD-RW-Medien. Bei selbst erstellten Discs müssen die Inhaltsinformationen korrekt geschrieben beziehungsweise die Disc ordnungsgemäß abgeschlossen worden sein.

Neben regulären Audio-CDs im CDDA-Format unterstützt der Player CDs mit MP3- und WMA-Dateien. Reine Daten-CDs mit anderen Dateiformaten sind dagegen nicht für die Wiedergabe vorgesehen. Der AXC35 ist außerdem kein SACD-, DVD- oder Blu-ray-Player.

Diese Formatunterstützung halte ich für praxisgerecht. Viele CD-Sammlungen enthalten neben gekauften Alben auch ältere CD-R-Medien oder selbst zusammengestellte Compilations. Die MP3- und WMA-Wiedergabe kann dabei besonders für umfangreiche Archive interessant sein.

Allerdings sollte man keine moderne Dateiverwaltung mit Coveranzeige oder komfortabler Ordnernavigation erwarten. Der AXC35 bleibt auch bei komprimierten Musikdateien ein klassischer Disc-Player.

Gapless Playback für Livealben und klassische Musik

Eine wichtige Funktion des AXC35 ist die lückenlose Wiedergabe. Bei Gapless Playback entsteht zwischen zwei direkt ineinander übergehenden Titeln keine künstliche Pause.

Das ist vor allem bei folgenden Aufnahmen relevant:

  • Livealben mit durchgehendem Publikums- und Raumsound
  • klassischen Werken mit mehreren zusammenhängenden Sätzen
  • DJ-Mixen und Konzeptalben
  • Ambient- und elektronischen Alben mit fließenden Übergängen

Ohne Gapless Playback würde zwischen den einzelnen Titeln eine kurze Stille entstehen. Dadurch könnte der musikalische Zusammenhang deutlich gestört werden. Cambridge Audio nennt die lückenlose Wiedergabe ausdrücklich als Ausstattungsmerkmal des AXC35.

Gerade für Musikliebhaber, die komplette Alben statt einzelner Playlists hören, ist diese Funktion aus meiner Sicht mehr als ein technisches Detail.

Bedienung und Fernbedienung

Direkte Bedienung am Gerät

Die grundlegenden Laufwerksfunktionen stehen direkt an der Frontseite zur Verfügung. Kurzes Drücken der Skip-Tasten wechselt zum vorherigen oder nächsten Titel. Werden die Tasten gehalten, lässt sich innerhalb des aktuellen Titels vor- oder zurückspulen.

Die Bedienlogik ist damit sofort verständlich. Ich finde es positiv, dass man für alltägliche Funktionen nicht zwingend zur Fernbedienung greifen muss.

Cambridge Audio AXC35 CD-Player in Silber mit Display und Bedientasten in einer HiFi-Anlage.
Cambridge Audio AXC35 im Test – der HiFi-CD-Player als Bestandteil einer klassischen Stereoanlage.

Umfangreiche Steuerung per Fernbedienung

Im Lieferumfang befindet sich eine Systemfernbedienung. Sie bietet deutlich mehr Funktionen als die Bedienelemente auf der Gerätefront. Dazu gehören:

  • direkte Titelwahl über Zifferntasten
  • Wiedergabe, Pause und Stopp
  • Titelsprung und Suchlauf
  • Zufallswiedergabe
  • Wiederholung eines Titels oder der gesamten Disc
  • Anzeige der verbleibenden Titel- oder Gesamtspielzeit
  • Programmierung einer eigenen Reihenfolge mit bis zu 20 Titeln

Die Programmierfunktion wirkt im Streaming-Zeitalter beinahe nostalgisch, kann jedoch praktisch sein. Beispielsweise lassen sich bestimmte Stücke einer Compilation gezielt auswählen und in einer eigenen Reihenfolge wiedergeben.

Ein Teil der Fernbedienung ist zusätzlich für den Vollverstärker Cambridge Audio AXA35 vorgesehen. Damit lassen sich unter anderem Lautstärke, Quellenwahl, Klangregelung und Stummschaltung des Verstärkers bedienen. Diese Funktionen sind laut Anleitung nicht allgemein mit Geräten anderer Hersteller oder älteren Cambridge-Audio-Baureihen kompatibel.

Cambridge Audio AXC35 Test – Automatische Abschaltung und Stromverbrauch

Der AXC35 besitzt eine automatische Standby-Funktion. Nach 20 Minuten ohne Aktivität schaltet der Player standardmäßig in den Bereitschaftsmodus. Bei Bedarf lässt sich Auto Power Down deaktivieren, indem der Netzschalter am Gerät länger gedrückt wird.

Im Standby-Betrieb liegt der Verbrauch laut Hersteller unter 0,5 Watt. Die maximale Leistungsaufnahme wird mit 15 Watt angegeben.

Ich begrüße die automatische Abschaltung grundsätzlich, da ein CD-Player nach dem Ende eines Albums leicht eingeschaltet bleiben kann. Wer den Player jedoch bewusst über längere Zeit betriebsbereit halten möchte, kann die Funktion abschalten.

Wolfson-WM8524-DAC im Cambridge Audio AXC35

Im Inneren des AXC35 arbeitet ein Digital-Analog-Wandler vom Typ Wolfson Microelectronics WM8524. Cambridge Audio kombiniert ihn mit einem zweipoligen Butterworth-Filter.

Wolfson-DACs wurden in zahlreichen HiFi-Komponenten eingesetzt und stehen für eine konventionelle, auf Musikwiedergabe ausgerichtete Wandlung. Entscheidend ist allerdings nicht allein der verwendete DAC-Chip. Ebenso wichtig sind die Stromversorgung, die Taktaufbereitung, das Ausgangsfilter und die analoge Ausgangsstufe.

Deshalb würde ich die Klangqualität des AXC35 nicht allein anhand des Namens „Wolfson“ beurteilen. Dennoch zeigt die Auswahl des WM8524, dass Cambridge Audio einen etablierten Audio-DAC verwendet und nicht lediglich auf eine möglichst einfache Standardlösung setzt.

Klangliche Einordnung des Cambridge Audio AXC35

Technische Grundlage

Der Hersteller nennt für den AXC35 einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz mit einer Abweichung von maximal ±0,4 dB. Der A-bewertete Signal-Rausch-Abstand liegt bei mehr als 95 dB. Der Klirrfaktor beträgt bei 1 kHz und 0 dBFS weniger als 0,006 Prozent sowie bei −10 dBFS weniger als 0,01 Prozent.

Die Kanaltrennung wird bei 1 kHz mit besser als −98 dB und bei 20 kHz mit besser als −95 dB angegeben. Die analoge Ausgangsimpedanz liegt unter 50 Ohm.

Diese Werte sprechen auf dem Papier für eine saubere, rauscharme und kanalgetrennte Wiedergabe. Sie lassen jedoch keine seriöse Aussage darüber zu, ob ein Hörer den AXC35 subjektiv als besonders warm, analytisch, räumlich oder zurückhaltend empfindet.

Keine künstliche Klangsignatur versprochen

Aus technischer Sicht sollte ein CD-Player das auf der Disc gespeicherte Signal möglichst unverändert an den Verstärker weitergeben. Unterschiede zwischen CD-Playern können unter anderem durch die analoge Ausgangsstufe, die Stromversorgung, den Ausgangspegel und den verwendeten Filter entstehen. Sie fallen jedoch häufig geringer aus als Unterschiede zwischen Lautsprechern, Raumakustik oder verschiedenen Masterings eines Albums.

Ich würde den AXC35 deshalb nicht mit einer spektakulären Klangsignatur bewerben. Seine Stärke liegt vielmehr in einem nachvollziehbaren Gesamtkonzept: ein etablierter DAC, ordentliche technische Werte und die Möglichkeit, bei Bedarf einen externen Wandler einzusetzen.

Interner oder externer DAC?

Über den analogen Cinchausgang übernimmt der Wolfson-WM8524 die Wandlung. Wird dagegen der koaxiale Digitalausgang genutzt, verarbeitet der DAC im angeschlossenen Verstärker oder externen Wandler das Signal.

Ein externer DAC ist nicht automatisch besser. Besitzt der Verstärker jedoch eine besonders hochwertige Digitalstufe oder soll der Klang verschiedener Wandler verglichen werden, bietet der AXC35 die notwendige Flexibilität.

Ich empfehle zunächst den analogen Ausgang des Players zu verwenden. Nur wenn bereits ein guter externer DAC vorhanden ist, lohnt sich ein direkter Vergleich. Dabei sollten beide Signalwege auf möglichst identische Lautstärke eingepegelt werden, weil bereits kleine Pegelunterschiede als vermeintlicher Klangvorteil wahrgenommen werden können.

Aufstellung und Betrieb

Der CD-Player sollte auf einer festen, ebenen und vibrationsarmen Fläche stehen. Cambridge Audio weist außerdem darauf hin, dass die Lüftungsöffnungen nicht verdeckt werden dürfen und mehrere Geräte nicht einfach ohne ausreichende Belüftung übereinandergestapelt werden sollten.

Das ist zwar bei einem CD-Player mit maximal 15 Watt Leistungsaufnahme weniger kritisch als bei einem kräftigen Vollverstärker, dennoch sollte das Gerät nicht in ein vollständig geschlossenes Fach gequetscht werden.

Auch starke Vibrationen können die Wiedergabe beeinträchtigen. Deshalb würde ich den AXC35 nicht direkt auf einen Subwoofer oder unmittelbar neben vibrierende Lautsprecher stellen. Bei einer normalen Aufstellung in einem stabilen HiFi-Rack sind jedoch keine besonderen Maßnahmen erforderlich.

Technische Daten des Cambridge Audio AXC35

  • Gerätetyp: HiFi-CD-Player
  • D/A-Wandler: Wolfson Microelectronics WM8524
  • Filter: zweipoliger Butterworth-Filter
  • Unterstützte Medien: CD, CD-R und CD-RW
  • Unterstützte Audioformate: CDDA, MP3 und WMA
  • Gapless Playback: ja
  • Frequenzgang: 20 Hz bis 20 kHz, ±0,4 dB
  • Klirrfaktor bei 1 kHz und 0 dBFS: unter 0,006 %
  • Klirrfaktor bei 1 kHz und −10 dBFS: unter 0,01 %
  • Signal-Rausch-Abstand: über 95 dB, A-bewertet
  • Kanaltrennung bei 1 kHz: besser als −98 dB
  • Kanaltrennung bei 20 kHz: besser als −95 dB
  • Analoger Ausgang: Stereo-Cinch
  • Digitalausgang: koaxiales S/PDIF
  • Ausgangsimpedanz analog: unter 50 Ohm
  • Maximale Leistungsaufnahme: 15 Watt
  • Standby-Verbrauch: unter 0,5 Watt
  • Abmessungen: 75 × 430 × 305 mm
  • Gewicht: 4,3 kg
  • Lieferumfang: CD-Player, Netzkabel, Fernbedienung, zwei AAA-Batterien und Sicherheitshinweise

Die Daten stammen aus der gemeinsamen Anleitung für AXC25 und AXC35 sowie aus der technischen Produktbeschreibung des AXC35.

Cambridge Audio AXC35 Test – Stärken und Schwächen

Das gefällt mir

  • klares und unkompliziertes Bedienkonzept
  • Wolfson-WM8524-DAC
  • analoger und koaxialer digitaler Ausgang
  • Gapless Playback
  • Wiedergabe von CD-R, CD-RW, MP3 und WMA
  • vollständige Fernbedienung mit Titelprogrammierung
  • schlankes, zeitloses HiFi-Design

Das könnte besser sein

  • kein optischer Digitalausgang
  • kein USB-Anschluss
  • kein Kopfhörerausgang
  • keine SACD-Wiedergabe
  • keine Anzeige von Albumcovern oder umfangreichen Metadaten
  • Funktionsumfang bewusst auf die Disc-Wiedergabe begrenzt

Für wen eignet sich der Cambridge Audio AXC35?

Der AXC35 eignet sich vor allem für Musikliebhaber, die eine größere CD-Sammlung besitzen und einen unkomplizierten, vollwertigen CD-Player suchen. Er passt besonders gut in klassische Stereoanlagen und lässt sich sowohl mit Cambridge-Audio-Verstärkern als auch mit Geräten anderer Hersteller kombinieren.

Interessant ist er außerdem für Anwender, die zunächst den internen DAC nutzen und ihre Anlage später um einen externen Wandler erweitern möchten. Durch den koaxialen Digitalausgang bleibt diese Möglichkeit offen.

Weniger geeignet ist der AXC35 für Nutzer, die einen universellen Disc-Player für SACD, DVD und Blu-ray suchen. Auch Streaming, Bluetooth und USB-Wiedergabe gehören nicht zu seinem Konzept. Wer möglichst viele Quellen in einem einzigen Gerät bündeln möchte, sollte stattdessen über einen Netzwerkplayer oder einen universellen Disc-Player nachdenken.

Fazit zum Cambridge Audio AXC35 Test

Der Cambridge Audio AXC35 Test zeigt einen angenehm geradlinigen HiFi-CD-Player. Das Gerät konzentriert sich auf die Funktionen, die beim bewussten Abspielen einer CD tatsächlich wichtig sind: ein klassisches Laufwerk, Gapless Playback, eine verständliche Bedienung und eine vollständige Fernbedienung.

Der Wolfson-WM8524-DAC und die guten technischen Herstellerwerte bilden eine solide Grundlage für die analoge Wiedergabe. Gleichzeitig sorgt der koaxiale Digitalausgang dafür, dass der AXC35 auch später noch sinnvoll in eine erweiterte HiFi-Anlage integriert werden kann.

Mir gefällt besonders, dass Cambridge Audio nicht versucht, den CD-Player künstlich mit Netzwerk- oder Smart-Funktionen aufzuwerten. Der AXC35 ist kein Alleskönner, sondern ein Spezialist. Genau darin liegt seine Stärke.

Ein optischer Digitalausgang und ein etwas moderneres Display wären zwar willkommen gewesen. Dennoch bietet der AXC35 eine überzeugende Kombination aus einfacher Bedienung, klassischem Design und flexibler Anschlussmöglichkeit. Für CD-Sammler, die einen unkomplizierten und ausbaufähigen HiFi-Player suchen, ist er deshalb eine interessante Lösung.

Herstellerlink: Cambridge Audio AXC35 CD Player

FAQ zum Cambridge Audio AXC35

Besitzt der Cambridge Audio AXC35 einen eingebauten DAC?

Ja. Im AXC35 arbeitet ein Wolfson-Microelectronics-WM8524-DAC. Er wandelt das digitale CD-Signal für den analogen Cinchausgang in ein analoges Audiosignal um.

Kann ich den AXC35 an jeden Verstärker anschließen?

Der analoge Cinchausgang kann mit praktisch jedem Verstärker verbunden werden, der einen freien Line-Eingang besitzt. Geeignet sind beispielsweise CD-, AUX- oder Line-Eingänge. Ein Phono-Eingang darf nicht verwendet werden.

Kann der AXC35 mit einem externen DAC betrieben werden?

Ja. Über den koaxialen S/PDIF-Ausgang lässt sich das digitale Signal an einen externen DAC, einen kompatiblen Vollverstärker oder einen AV-Receiver übertragen.

Hat der Cambridge Audio AXC35 einen optischen Ausgang?

Nein. Der AXC35 besitzt ausschließlich einen koaxialen S/PDIF-Digitalausgang. Ein optischer Toslink-Anschluss ist nicht vorhanden.

Unterstützt der AXC35 Gapless Playback?

Ja. Der Player kann zusammenhängende Titel ohne zusätzliche Pause wiedergeben. Das ist unter anderem bei Livealben, klassischen Werken und Konzeptalben wichtig.

Spielt der Cambridge Audio AXC35 MP3-CDs ab?

Ja. Neben normalen Audio-CDs unterstützt er CD-R- und CD-RW-Medien mit MP3- oder WMA-Dateien. Die Discs müssen korrekt erstellt und abgeschlossen worden sein.

Kann der AXC35 SACDs abspielen?

Nein. Der Cambridge Audio AXC35 ist für klassische CDs, CD-R und CD-RW ausgelegt. SACD, DVD-Audio, DVD und Blu-ray werden nicht unterstützt.

Was unterscheidet den AXC35 vom AXC25?

Beide Modelle verwenden den Wolfson-WM8524-DAC und besitzen ähnliche Abmessungen. Der entscheidende Vorteil des AXC35 ist der zusätzliche koaxiale S/PDIF-Digitalausgang. Darüber hinaus weist Cambridge Audio für den AXC35 teilweise etwas bessere Werte bei Signal-Rausch-Abstand, Klirrfaktor und Kanaltrennung aus.

Schaltet sich der AXC35 automatisch aus?

Standardmäßig wechselt der CD-Player nach 20 Minuten ohne Aktivität in den Standby-Modus. Die automatische Abschaltung kann am Gerät deaktiviert werden.

Ist eine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten?

Ja. Die Fernbedienung ermöglicht unter anderem die direkte Titelwahl, Zufallswiedergabe, Wiederholungsfunktionen, die Anzeige der verbleibenden Spielzeit und die Programmierung von bis zu 20 Titeln.

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