Was ist SACD? Die Super Audio CD einfach erklärt

SACD im Jewelcase vor einem hochwertigen SACD-Player mit geöffneter Disc-Schublade

Wer sich mit hochwertigen Tonträgern und audiophilen HiFi-Anlagen beschäftigt, stößt früher oder später auf die Abkürzung SACD. Doch was ist SACD, wie unterscheidet sich das Format von einer normalen Audio-CD und welche Abspielgeräte werden dafür benötigt?

Die Super Audio CD wurde als klanglich hochwertiger Nachfolger der klassischen Compact Disc entwickelt. Sie verwendet mit DSD ein anderes digitales Aufnahme- und Speicherverfahren, kann Mehrkanalton enthalten und bietet in ihrer Hybrid-Ausführung eine interessante Besonderheit: Eine solche SACD lässt sich auch in gewöhnlichen CD-Playern abspielen.

Trotz ihrer technischen Möglichkeiten konnte die SACD die normale CD nicht verdrängen. Im audiophilen Bereich, insbesondere bei Klassik-, Jazz- und hochwertigen Neuauflagen älterer Alben, besitzt das Format jedoch weiterhin eine treue Anhängerschaft.

Wofür steht SACD?

SACD steht für Super Audio CD. Es handelt sich um einen optischen Musikdatenträger, der äußerlich fast genauso aussieht wie eine herkömmliche Audio-CD. Technisch basiert die SACD jedoch auf einer hochdichten Disc-Struktur, die wesentlich mehr Daten speichern kann.

Während die normale Audio-CD Musik im PCM-Verfahren mit 16 Bit und 44,1 kHz speichert, verwendet die SACD das sogenannte Direct Stream Digital, kurz DSD. Dadurch unterscheidet sich nicht nur die Datenmenge, sondern auch die Art, wie das Audiosignal digital beschrieben wird.

Eine SACD kann folgende Inhalte enthalten:

  • hochauflösenden Stereoton
  • Mehrkanalton mit bis zu 5.1 Kanälen
  • eine zusätzliche CD-Schicht für herkömmliche CD-Player
  • mehrere Tonmischungen oder Aufnahmevarianten

Welche Inhalte tatsächlich vorhanden sind, hängt von der jeweiligen Veröffentlichung ab. Nicht jede SACD enthält beispielsweise eine Mehrkanalabmischung.

Woher kommt die SACD?

Die SACD wurde gemeinsam von Sony und Philips entwickelt. Beide Unternehmen hatten zuvor bereits maßgeblich an der Einführung der Compact Disc mitgewirkt.

Erste Spezifikationen für die Super Audio CD wurden Ende der 1990er-Jahre vorgestellt. Im Jahr 1999 brachte Sony mit dem SCD-1 einen der ersten kommerziell erhältlichen SACD-Player auf den Markt. Die SACD war als hochwertiges Nachfolgeformat für die damals bereits etablierte Audio-CD gedacht.

Sony und Philips wollten mit der SACD mehrere technische Verbesserungen miteinander verbinden. Neben einer höheren Datenkapazität sollte das Format eine besonders originalgetreue Wiedergabe ermöglichen und gleichzeitig Mehrkanalton unterstützen.

SACD gegen DVD-Audio

Ungefähr zur gleichen Zeit erschien mit der DVD-Audio ein konkurrierendes hochauflösendes Musikformat. Während die SACD auf DSD setzte, verwendete die DVD-Audio in der Regel hochauflösende PCM-Signale.

Für Verbraucher entstand dadurch ein Formatkonflikt. Nicht jeder Player unterstützte beide Systeme und viele Alben erschienen nur auf einem der beiden Formate. Gleichzeitig gewannen MP3-Dateien, Musikdownloads und später Streamingdienste zunehmend an Bedeutung.

Weder SACD noch DVD-Audio konnten sich deshalb als allgemeiner Nachfolger der CD durchsetzen. Die SACD etablierte sich jedoch als Nischenformat für anspruchsvolle Musikliebhaber.

Wie funktioniert eine SACD?

Der wichtigste technische Unterschied zwischen CD und SACD liegt in der Speicherung des Audiosignals.

DSD statt PCM

Eine normale Audio-CD arbeitet mit Pulse Code Modulation, kurz PCM. Dabei wird die Lautstärke des Audiosignals 44.100-mal pro Sekunde mit einer Auflösung von 16 Bit erfasst.

Die SACD verwendet dagegen Direct Stream Digital. Das klassische SACD-Signal arbeitet mit einer Abtastrate von 2,8224 MHz und einer Wortbreite von einem Bit. Die Abtastrate ist damit 64-mal so hoch wie bei einer Audio-CD. Beide Verfahren lassen sich allerdings nicht allein anhand dieser Zahlen direkt miteinander vergleichen, weil DSD und PCM das Audiosignal grundsätzlich unterschiedlich codieren.

DSD beschreibt vereinfacht gesagt nicht einzelne mehrstufige Lautstärkewerte, sondern die fortlaufende Veränderung des Signals. Eine sehr schnelle Folge aus Ein-Bit-Informationen bildet dabei den Verlauf der Musik ab.

Durch Noise Shaping wird ein großer Teil des entstehenden Quantisierungsrauschens in sehr hohe, für Menschen nicht direkt hörbare Frequenzbereiche verschoben. Bei der Wiedergabe sorgt ein entsprechendes Filter dafür, dass dieses hochfrequente Rauschen nicht an Lautsprecher oder Verstärker weitergegeben wird.

Ist DSD automatisch besser als PCM?

DSD kann eine sehr detailreiche und natürliche Wiedergabe ermöglichen. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede SACD automatisch besser klingt als jede CD.

Für das klangliche Ergebnis sind unter anderem folgende Faktoren entscheidend:

  • Qualität der ursprünglichen Aufnahme
  • verwendetes Master
  • Dynamikbearbeitung
  • DSD-Aufnahme oder nachträgliche Konvertierung
  • Qualität des SACD-Players
  • Verstärker, Lautsprecher und Raumakustik

Viele besonders gut klingende SACDs profitieren daher nicht nur vom Datenträger, sondern auch von einem sorgfältigen Remastering. Stammt die SACD dagegen aus einem stark komprimierten oder ungünstig bearbeiteten Master, kann das Format seine technischen Möglichkeiten kaum ausspielen.

Welche Arten von SACDs gibt es?

Nicht jede SACD ist gleich aufgebaut. Grundsätzlich werden drei Varianten unterschieden.

Single-Layer-SACD

Eine Single-Layer-SACD enthält eine einzelne hochdichte SACD-Schicht. Auf ihr befinden sich ausschließlich DSD-Daten.

Diese Disc kann nur von einem SACD-kompatiblen Player gelesen werden. Ein gewöhnlicher CD-Player erkennt sie nicht.

Dual-Layer-SACD

Die Dual-Layer-SACD besitzt zwei übereinanderliegende SACD-Schichten. Dadurch steht mehr Speicherplatz zur Verfügung, beispielsweise für längere Programme oder verschiedene Stereo- und Mehrkanalversionen.

Auch diese Variante funktioniert ausschließlich in einem SACD-Player.

Hybrid-SACD

Die Hybrid-SACD ist die für Verbraucher interessanteste und am weitesten kompatible Ausführung. Sie kombiniert zwei unterschiedliche Schichten:

  1. eine hochauflösende SACD-Schicht mit DSD-Daten
  2. eine gewöhnliche CD-Schicht mit PCM-Audiodaten

Ein SACD-Player greift normalerweise auf die hochauflösende DSD-Schicht zu. Ein herkömmlicher CD-Player liest dagegen ausschließlich die CD-Schicht. Beide Schichten befinden sich auf derselben Seite der Disc; die SACD muss daher nicht umgedreht werden.

Die CD-Schicht einer Hybrid-SACD bietet allerdings nur die normale CD-Auflösung von 16 Bit und 44,1 kHz. Die hochauflösende SACD-Version ist ausschließlich mit einem kompatiblen Player verfügbar.

Kann eine SACD in einem normalen CD-Player abgespielt werden?

Die Antwort hängt von der SACD-Ausführung ab.

Eine Hybrid-SACD kann in einem normalen CD-Player abgespielt werden. Der Player liest dabei jedoch nur die integrierte CD-Schicht. Hochauflösendes DSD und eventuell vorhandener Mehrkanalton stehen nicht zur Verfügung.

Eine reine Single-Layer- oder Dual-Layer-SACD lässt sich dagegen nicht in einem gewöhnlichen CD-Player wiedergeben.

Auf der Verpackung findet sich bei Hybrid-Ausführungen meistens ein entsprechender Hinweis, beispielsweise „Hybrid SACD“ oder „Plays on all CD players“.

Welche Player sind mit SACD kompatibel?

Beim Kauf oder bei der Nutzung einer SACD sollte die Gerätekompatibilität genau geprüft werden. Die Tatsache, dass ein Laufwerk CDs, DVDs oder Blu-rays abspielen kann, bedeutet nicht automatisch, dass es auch die SACD-Schicht erkennt.

Abspielgerät SACD-Schicht CD-Schicht einer Hybrid-SACD
normaler CD-Player Nein Ja
SACD-Player Ja Ja
Universal-Disc-Player mit SACD-Unterstützung Ja Ja
gewöhnlicher DVD-Player meistens nein häufig ja
gewöhnlicher Blu-ray-Player modellabhängig häufig ja
Computerlaufwerk normalerweise nein teilweise ja
Spielekonsole modellabhängig modellabhängig

Dedizierte SACD-Player

Ein dedizierter SACD-Player ist speziell für die Wiedergabe von SACDs und Audio-CDs konstruiert. Hochwertige Modelle besitzen häufig besonders aufwendige Laufwerksmechanismen, separate Netzteile und hochwertige Digital-Analog-Wandler.

Auch heute werden noch entsprechende Geräte angeboten. Ein Beispiel ist der Denon DCD-3000NE, der neben CDs und SACDs auch DSD-Dateien wiedergeben kann. Die SACD ist somit zwar ein Nischenformat, aber keineswegs vollständig verschwunden.

Universal-Disc-Player

Ein Universal-Disc-Player kann je nach Modell mehrere Formate lesen, beispielsweise:

  • CD
  • SACD
  • DVD
  • DVD-Audio
  • Blu-ray
  • Ultra HD Blu-ray

Solche Geräte sind besonders interessant, wenn eine größere Sammlung unterschiedlicher optischer Datenträger vorhanden ist. Allerdings muss SACD ausdrücklich in den technischen Daten aufgeführt sein.

Blu-ray- und Ultra-HD-Blu-ray-Player

Bei Blu-ray-Playern ist die SACD-Kompatibilität stark vom jeweiligen Modell abhängig. Einige Universalplayer können SACDs vollständig wiedergeben, andere spielen bei Hybrid-SACDs lediglich die normale CD-Schicht ab.

Sony weist beispielsweise bei bestimmten Blu-ray-Playern ausdrücklich darauf hin, dass die SACD-Schicht nicht unterstützt wird, während andere Modelle des Herstellers SACD-kompatibel sind. Deshalb sollte immer die konkrete Modellbezeichnung im Handbuch oder Datenblatt überprüft werden.

SACD am Computer abspielen

Normale CD-, DVD- und Blu-ray-Laufwerke in Computern können die hochauflösende SACD-Schicht üblicherweise nicht lesen. Das gilt auch dann, wenn das Laufwerk andere hochauflösende Disc-Formate unterstützt.

Bei einer Hybrid-SACD kann ein Computer normalerweise nur auf die CD-Schicht zugreifen. Diese lässt sich wie eine gewöhnliche Audio-CD abspielen oder – im Rahmen der geltenden Urheberrechtsbestimmungen – auslesen.

Die DSD-Schicht besitzt dagegen einen speziellen Kopierschutz und erfordert geeignete SACD-Hardware.

Wie wird ein SACD-Player angeschlossen?

Die passende Verbindung hängt vom Player, vom Verstärker und von der gewünschten Tonspur ab.

Analoge Cinch- oder XLR-Verbindung

Viele SACD-Player wandeln das DSD-Signal intern in ein analoges Audiosignal um. Anschließend wird der Player über Cinch- oder bei einigen High-End-Geräten über XLR-Kabel mit dem Verstärker verbunden.

Für die Stereowiedergabe ist dies häufig die einfachste Lösung. Der Digital-Analog-Wandler des SACD-Players übernimmt dabei die gesamte Signalverarbeitung.

Ältere Mehrkanal-SACD-Player besitzen teilweise sechs analoge Cinch-Ausgänge für 5.1-Ton. Dafür benötigt der angeschlossene AV-Verstärker einen passenden analogen Mehrkanaleingang.

SACD über HDMI

Viele neuere Universalplayer können DSD oder daraus erzeugtes PCM über HDMI übertragen. Der angeschlossene AV-Receiver muss das entsprechende Signalformat ebenfalls unterstützen.

HDMI ist besonders sinnvoll, wenn Mehrkanal-SACDs wiedergegeben werden sollen. In den Einstellungen des Players lässt sich häufig festlegen, ob das Signal direkt als DSD oder als konvertiertes PCM ausgegeben wird.

Optischer und koaxialer Digitalausgang

Über klassische S/PDIF-Verbindungen wie Toslink oder koaxiale Digitalkabel wird das hochauflösende SACD-Signal bei vielen Playern nicht ausgegeben. Gründe dafür sind technische Einschränkungen und der Kopierschutz des Formats.

Je nach Gerät wird über diese Anschlüsse nur die CD-Schicht ausgegeben, das Signal in PCM umgewandelt oder die Digitalausgabe während der SACD-Wiedergabe vollständig deaktiviert.

Wer einen externen D/A-Wandler verwenden möchte, sollte deshalb vor dem Kauf genau prüfen, welche Signale der jeweilige SACD-Player über seine digitalen Ausgänge bereitstellt.

Kann eine SACD Mehrkanalton enthalten?

Eine SACD kann neben einer Stereospur auch Mehrkanalton mit bis zu 5.1 Kanälen enthalten. Das ermöglicht eigenständige Surround-Abmischungen, bei denen Instrumente, Stimmen oder Rauminformationen gezielt auf mehrere Lautsprecher verteilt werden.

Eine Mehrkanal-SACD benötigt:

  • einen SACD-Player mit Mehrkanalunterstützung
  • einen AV-Receiver oder Mehrkanalverstärker
  • eine passende HDMI- oder Analogverbindung
  • ein Lautsprechersystem mit bis zu 5.1 Kanälen

Nicht jede Mehrkanal-SACD verwendet Surroundeffekte besonders auffällig. Bei Klassik- und Jazzaufnahmen dienen die hinteren Kanäle häufig vor allem dazu, die Raumakustik des Konzertsaals abzubilden. Bei Pop- und Rockproduktionen können Instrumente dagegen deutlich stärker im Raum verteilt sein.

Warum konnte sich die SACD nicht durchsetzen?

Technisch brachte die SACD mehrere Vorteile mit. Dennoch erreichte sie nie die Verbreitung der normalen Audio-CD.

Teure Abspielgeräte

Die ersten SACD-Player waren vergleichsweise kostspielig und richteten sich vor allem an HiFi-Enthusiasten. Für viele Verbraucher war der klangliche Mehrwert den Aufpreis nicht wert.

Begrenzte Auswahl an Alben

Das Angebot an SACDs war deutlich kleiner als das CD-Sortiment. Besonders häufig erschienen Klassik, Jazz und audiophile Neuauflagen auf SACD. In vielen populären Musikrichtungen blieb das Angebot dagegen überschaubar.

Konkurrenz durch DVD-Audio

Mit DVD-Audio existierte ein zweites hochauflösendes Disc-Format. Die parallele Vermarktung zweier miteinander konkurrierender Systeme verunsicherte Käufer und erschwerte die flächendeckende Verbreitung passender Player.

Aufstieg von Downloads und Streaming

Während SACD und DVD-Audio um die Nachfolge der CD konkurrierten, veränderte sich die Musikwiedergabe grundlegend. MP3-Player, Downloads und später Streamingdienste boten einen Komfort, den physische High-Resolution-Formate nicht erreichen konnten.

Klangunterschiede waren nicht immer eindeutig

Nicht jeder Hörer konnte einen deutlichen Unterschied zwischen einer hochwertigen CD und einer SACD feststellen. Außerdem hing der Klang stark vom Mastering und von der verwendeten Anlage ab.

Dadurch blieb die SACD vor allem für Käufer interessant, die Wert auf hochwertige Master, physische Medien und eine aufwendige Musikwiedergabe legen.

Welche Vorteile bietet eine SACD?

Die SACD kann auch heute noch einige überzeugende Vorteile bieten.

Hochwertige Masterings

Viele SACDs werden speziell für den audiophilen Markt produziert. Häufig kommen sorgfältig restaurierte Originalbänder, zurückhaltende Dynamikbearbeitung (zum Beitrag „Was ist Dynamik im Hifi) und hochwertige Überspielungen zum Einsatz.

Stereo und Mehrkanal auf einer Disc

Das Format kann verschiedene Fassungen eines Albums enthalten. So lassen sich beispielsweise eine hochauflösende Stereoabmischung und eine 5.1-Surroundversion auf derselben Disc speichern.

Physischer Besitz

Anders als bei Streamingdiensten bleibt eine SACD dauerhaft Teil der eigenen Musiksammlung. Titel können nicht aufgrund auslaufender Lizenzen aus dem persönlichen Angebot verschwinden.

Abwärtskompatibilität bei Hybrid-SACDs

Hybrid-SACDs lassen sich sowohl auf SACD-Playern als auch auf normalen CD-Playern verwenden. Dadurch kann dieselbe Disc beispielsweise im hochwertigen HiFi-Player zu Hause und im älteren CD-Radio abgespielt werden.

Welche Nachteile hat das SACD-Format?

Der größte Nachteil ist die eingeschränkte Gerätekompatibilität. Wer die DSD-Schicht hören möchte, benötigt einen ausdrücklich SACD-fähigen Player.

Hinzu kommen weitere Einschränkungen:

  • kleinere Titelauswahl als bei CD oder Streaming
  • teilweise hohe Preise für seltene Veröffentlichungen
  • eingeschränkte digitale Ausgabe
  • normales Auslesen am Computer kaum möglich
  • Mehrkanalwiedergabe erfordert zusätzliche Hardware
  • Klangvorteil hängt stark vom Mastering ab

Gerade ältere und vergriffene SACD-Ausgaben können auf dem Gebrauchtmarkt hohe Sammlerpreise erreichen.

Lohnt sich SACD heute noch?

Ob sich eine SACD lohnt, hängt stark von den eigenen Hörgewohnheiten ab.

Für Musikliebhaber, die hauptsächlich unterwegs oder über Streaming hören, bietet das Format nur wenig zusätzlichen Nutzen. Auch für eine kleine Stereoanlage ohne SACD-Player ist eine normale CD oder ein hochwertiger Streamingdienst häufig praktischer.

Interessant bleibt die SACD dagegen für Hörer, die:

  • eine hochwertige Stereo- oder Mehrkanalanlage besitzen
  • physische Tonträger sammeln
  • besondere Masterings suchen
  • Klassik, Jazz oder audiophile Neuauflagen hören
  • Surroundmischungen klassischer Alben erleben möchten
  • bereits einen kompatiblen Universalplayer besitzen

Vor dem Kauf einer SACD sollte geprüft werden, ob es sich um eine Hybrid-Ausführung handelt und ob der vorhandene Player die SACD-Schicht tatsächlich unterstützt.

Fazit: Was ist SACD?

Die Frage „Was ist SACD?“ lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Die Super Audio CD ist ein hochauflösender optischer Musikdatenträger, der Ende der 1990er-Jahre von Sony und Philips als Nachfolger der Audio-CD entwickelt wurde.

Anstelle des bei CDs üblichen PCM-Verfahrens verwendet die SACD Direct Stream Digital. Dadurch kann sie hochauflösendes Stereo sowie Mehrkanalton mit bis zu 5.1 Kanälen speichern. Hybrid-SACDs besitzen zusätzlich eine gewöhnliche CD-Schicht und funktionieren deshalb auch in klassischen CD-Playern.

Die SACD konnte sich zwar nicht als Massenformat etablieren, wird aber weiterhin von audiophilen Hörern, Sammlern und Liebhabern hochwertiger Masterings geschätzt. Ob sie tatsächlich besser klingt als eine CD, hängt nicht allein vom Format ab. Entscheidend sind vor allem Aufnahme, Mastering, Player und die gesamte Wiedergabekette.

FAQ: Häufige Fragen zur SACD

Was bedeutet SACD?

SACD steht für Super Audio CD. Es handelt sich um ein hochauflösendes Audioformat, das von Sony und Philips entwickelt und 1999 auf den Markt gebracht wurde.

Kann ich eine SACD in einem normalen CD-Player abspielen?

Nur Hybrid-SACDs können in einem normalen CD-Player abgespielt werden. Dabei wird ausschließlich die integrierte CD-Schicht in gewöhnlicher CD-Qualität gelesen.

Brauche ich für SACD einen besonderen Player?

Für die Wiedergabe der hochauflösenden DSD-Schicht ist ein SACD-kompatibler Player erforderlich. Das kann ein dedizierter SACD-Player oder ein entsprechend ausgestatteter Universal-Disc-Player sein.

Spielt jeder Blu-ray-Player SACDs ab?

Nein. Die SACD-Unterstützung ist modellabhängig und muss ausdrücklich im Datenblatt oder in der Bedienungsanleitung aufgeführt sein.

Klingt eine SACD immer besser als eine CD?

Nein. Eine SACD bietet zwar andere technische Möglichkeiten, der Klang hängt jedoch stark vom verwendeten Mastering ab. Eine hervorragend produzierte CD kann besser klingen als eine schlecht gemasterte SACD.

Was ist eine Hybrid-SACD?

Eine Hybrid-SACD enthält eine hochauflösende SACD-Schicht und eine zusätzliche normale CD-Schicht. Dadurch kann sie sowohl in SACD-Playern als auch in gewöhnlichen CD-Playern verwendet werden.

Kann eine SACD Surround-Sound enthalten?

Ja. SACDs können Mehrkanalton mit bis zu 5.1 Kanälen enthalten. Nicht jede Veröffentlichung besitzt jedoch eine entsprechende Surround-Abmischung.

Kann ich SACDs über einen externen DAC hören?

Das hängt von den Anschlüssen und Funktionen des Players ab. Viele Geräte geben das SACD-Signal nur analog oder über HDMI aus. Über optische und koaxiale Digitalausgänge steht DSD häufig nicht zur Verfügung.

Kann man eine SACD am Computer abspielen?

Die hochauflösende SACD-Schicht lässt sich mit gewöhnlichen Computerlaufwerken normalerweise nicht lesen. Bei einer Hybrid-SACD kann der Computer lediglich auf die normale CD-Schicht zugreifen.

Werden heute noch SACDs veröffentlicht?

Ja. Das Format wird weiterhin für ausgewählte Neuerscheinungen und audiophile Wiederveröffentlichungen genutzt. Besonders im Bereich Klassik, Jazz und hochwertiger Album-Reissues erscheinen noch SACDs.

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